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In der Bundesverfassung hat sich die Schweiz zur Nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Ein wichtiges Instrument, um diese Politik zu fördern, ist die «Strategie Nachhaltige Entwicklung» des Bundesrates. Sie soll bis Ende Jahr erneuert werden. Zur Vorbereitung hat der Interdepartementale Ausschuss Nachhaltige Entwicklung (IDANE) dem Bundesrat einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Strategie vorgelegt. Dieser wurde am 17. Januar 2007 vom Bundesrat zur Kenntnis genommen.
Auch wenn die Strategie in ihrer Ausrichtung insgesamt als gut beurteilt wird, zeigt der Fortschrittsbericht über die Umsetzung der 22 Massnahmen der Strategie eine gemischte Bilanz. Eine flächendeckende Berücksichtigung der Grundsätze der Nachhaltigen Entwicklung in allen Aktivitäten des Bundes ist noch nicht erreicht worden. Sichtbare Erfolge sind insbesondere in den Bereichen integrierte Produktpolitik (IPP, Verringerung der Auswirkungen entlang des gesamten Lebensweges eines Produktes), Natur- und Landschaft (Naturpärke) und Monitoring der Nachhaltigkeit (MONET, Indikatorensystem zum Monitoring der Nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz) erreicht worden. Positiv hervorzuheben ist auch die Zusammenarbeit mit den Kantonen und Gemeinden, insbesondere im Rahmen des «Forums für Nachhaltige Entwicklung» (s. auch Faktenblätter).
Mit Hilfe des Indikatorensystems MONET und weiteren Indikatoren wurde die Frage beantwortet, wie weit sich die Schweiz auf dem Weg der Nachhaltigen Entwicklung befindet. Bislang ist es nur unzureichend gelungen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig die Umweltqualität sowie die gesellschaftliche Solidarität zu verbessern. Beispielsweise wurden die Wirkungen von Energiesparmassnahmen und Verbesserungen der Ökoeffizienz durch Konsumsteigerungen kompensiert, so dass die erhoffte Verminderung des Verbrauchs von Ressourcen oder der Umweltbelastungen ausblieben. Die durchschnittlich verbesserte Deckung materieller Bedürfnisse hatte kaum Auswirkungen auf die Situation benachteiligter Bevölkerungsgruppen wie zum Beispiel der Working Poor.
Im internationalen Vergleich steht die schweizerische Nachhaltigkeitsstrategie insgesamt gut da. Ihre Konzeption entspricht den Empfehlungen internationaler Organisationen und der Praxis in führenden Ländern. Die departementsübergreifende Zusammenarbeit auf Bundesebene und die Zusammenarbeit Bund - Kantone - Gemeinden in nachhaltigkeitsrelevanten Politikfeldern ist vergleichsweise gut. Die Monitoring- und Evaluationsmethoden sind vorbildlich. Beim Einbezug relevanter Akteurgruppen sind auf Stufe der Gesamtstrategie noch Verbesserungen notwendig.
Mit Blick auf die nationalen und internationalen Herausforderungen wird empfohlen, die Strategie wie geplant zu erneuern. Das UVEK wird in Zusammenarbeit mit dem IDANE dem Bundesrat bis Ende Jahr eine revidierte Strategie unterbreiten.