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Städte und Agglomerationen unter der Lupe

Ittigen, 15.06.2009 - «Monitoring urbaner Raum Schweiz – Städte und Agglomerationen» heisst die neue Publikation des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE). Die Studie erlaubt eine Gesamtsicht der bisherigen und aktuellen Entwicklung der Städte und Agglomerationen.

Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat das «Monitoring urbaner Raum Schweiz» vor einigen Jahren im Rahmen der Agglomerationspolitik des Bundes lanciert. Sechzehn «Themenkreise» analysieren die wichtigsten Aspekte und Entwicklungen in den städtischen Räumen. Ergänzend zum Abschluss der Themenkreise erscheint nun die Synthese «Monitoring urbaner Raum Schweiz - Städte und Agglomerationen». Die Publikation bietet eine Gesamtsicht der bisher im Monitoring behandelten Themen (siehe Kasten).

Rund 75% der Schweizer Bevölkerung leben im städtischen Raum. Die Arbeitsplatz- und Bevölkerungsdynamik verlief in den letzten Jahren je nach Stadt oder Agglomeration unterschiedlich. Seit der Jahrtausendwende ist ein Trend spürbar: Sowohl Bevölkerungswachstum als auch die Zunahme der Arbeitsplätze fallen in Städten und Agglomerationen höher aus als im ländlichen Raum - dies im Gegensatz zur Entwicklung 1980 bis 2000. Gleichzeitig nehmen auch die Pendlerbewegungen zwischen Stadt und Land weiter zu.

Die Kernstädte der Agglomerationen sind die eigentlichen Wirtschafts- und Arbeitsplatzzentren, vor allem im Dienstleistungssektor. In den Umlandgemeinden hingegen wird in erster Linie gewohnt, wobei sich dieser Unterschied abschwächt. Die oft thematisierten problematischen soziodemografischen und -ökonomischen Verhältnisse der so genannten «A-Städte» (Städte mit hohem Anteil an Arbeitslosen, Auszubildenden, Ausländern etc.) sind seit Beginn des neuen Jahrhunderts weniger stark ausgeprägt. Diese Charakterisierung trifft höchstens noch für die Kernstädte der Grossagglomerationen zu. Hohe Kosten fallen für die Kernstädte bei den Zentrumslasten (Sicherheit, Kultur, soziale Wohlfahrt usw.) an.

Die Schweiz verfügt über ein feinmaschiges Städtenetz: Grössere und kleinere Agglomerationen und Städte ergänzen sich gegenseitig. Das Gewicht der grössten urbanen Verflechtungsräume Zürich, Genf-Lausanne, Basel und Bern nimmt aber eher zu. Auch im internationalen Vergleich ist die funktionale Bedeutung dieser städtischen Räume höher als aufgrund der Bevölkerungszahl angenommen werden könnte.

Themenkreise des Monitorings urbaner Raum

  • Entwicklung der Städte und Agglomerationen
  • Spezialisierung der Wirtschaft
  • Soziodemografische Struktur der Bevölkerung
  • Wohnungsmarkt
  • Agglomerationsverkehr
  • Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot
  • Siedlungsentwicklung und -erneuerung
  • Lebensbedingungen im städtischen Raum
  • Zentrumslasten
  • Städtischer und ländlicher Raum im Vergleich
  • Funktionale Spezialisierung im Städtesystem Schweiz
  • Metropolitanräume
  • Verkehr im Städtesystem Schweiz
  • Dienstleistungsangebot im Städtesystem Schweiz
  • Schweizer Grosszentren im europäischen Städtesystem
  • Verkehrsverbindungen städtischer Schweizer Zentren mit
    wichtigen europäischen Städten


Adresse für Rückfragen:

Muriel Odiet
Sektion Agglomerationspolitik
+41 (0)31 325 02 66

Marco Kellenberger
Sektion Grundlagen
+41 (0)31 322 40 73

Herausgeber:

Bundesamt für Raumentwicklung
Internet: http://www.are.admin.ch