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Programm Projets urbains - Gesellschaftliche Integration in Wohngebieten
Der vom Bundesrat 2007 verabschiedete Bericht «Integrationsmassnahmen» sieht eine gezielte Unterstützung von Projets urbains in Quartieren vor. Diese Quartierentwicklungsprojekte haben zum Ziel, in bestehenden Wohngebieten die Lebensqualität in Quartieren mit besonderen Anforderungen nachhaltig zu verbessern und günstige Voraussetzungen für die gesellschaftliche Integration zu schaffen.
Das Programm Projets urbains - Gesellschaftliche Integration in Wohngebieten bietet kleineren und mittelgrossen Städten sowie Agglomerationsgemeinden finanzielle und technische Unterstützung, welche eine Umsetzung von städtebaulichen und sozialen Massnahmen erfordern würden, aber nicht über die geeigneten Instrumente verfügen, die Missstände auf koordinierte und effiziente Weise anzugehen. Die geplanten Massnahmen benötigen einen ganzheitlichen Ansatz und müssen durch die Politik unterstützt werden. Ein partizipativer Prozess ermöglicht im Projektverlauf den Einbezug aller Hauptakteure.
Das Programm wird durch eine departementsübergreifende Steuergruppe begleitet. Beteiligt sind die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE), für Migration (BFM) sowie für Wohnungswesen (BWO), die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) und die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM). Das ARE übernimmt die operative Federführung. Während der ersten vierjährigen Pilotphase (2008-2011) hat das Programm elf Gemeinden finanzielle und technische Unterstützung geboten. In einer zweiten Pilotphase von 2012 bis 2015 unterstützt das Programm zehn Gemeinden.
Nationale Tagung Projets urbains, 22. Januar 2013
Die Publikation «Quartiere im Brennpunkt: gemeinsam entwickeln, vielfältig gestalten» porträtiert elf Quartierentwicklungsprojekte. Diese haben als «Projets urbains» vor Ort die Stadtplanung, Integrationspolitik, Sozialpolitik, Wohnraumförderung oder Bekämpfung der Diskriminierung erfolgreich koordiniert; und unter Einbezug der Quartierbevölkerung optimiert. Zusätzlich werden Bausteine einer guten Praxis vorgestellt und Handlungsmöglichkeiten für konkrete Schritte aufgrund der Erfahrungen der elf Gemeinde präsentiert.
Anlässlich einer Tagung in Olten vom 22. Januar 2013 haben rund 250 Personen die Erfahrungen und Aussichten der integrationen Quartierentwicklung diskutiert. Der Anlass stand unter dem Patronat des Schweizerischen Städteverbands und des Schweizerischen Gemeindeverbands und wurde von den sechs Bundesstellen, die gemeinsam als Träger des Programms fungieren, organisiert.
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