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Herausforderungen und Strategien
Die Schweiz veränderte sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant. Lebten 1950 noch rund 4,7 Millionen Menschen in unserem Land, sind es heute acht Millionen. Viele Siedlungen haben sich unkoordiniert in der Fläche ausgedehnt. Dabei ist wertvolles Kulturland verloren gegangen.
Diese Entwicklung ist eine Folge des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums, aber nicht nur. Ebenso wichtige Treiber sind die gestiegenen Ansprüche der Einzelnen an den Raum, was sich beispielsweise in der Zunahme von grossflächigen Wohnungen zeigt. Auch die günstige Mobilität und überdimensionierte Bauzonen in vorher wenig bebauten Gegenden haben die Ausdehnung von Siedlungen, Schienen, Strassen und Leitungen begünstigt. Die Siedlungsausdehnung führt nicht nur zu Kulturlandverlust, sondern auch zu mehr Verkehr und höherem Energieverbrauch. Heute stossen die Verkehrs- und Energienetze vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen, und die Kosten für Betrieb, Unterhalt und Erneuerung steigen.
Zahlen und Hintergründe zum Raumkonzept Schweiz
Gültig ab 20.12.2012 | Grösse: 364 kb | Typ: PDF
Gesamtschweizerische Strategien im Raumkonzept Schweiz
Das Raumkonzept Schweiz tritt dieser flächen- und kostenintensiven Entwicklung entgegen, indem es die bessere Koordination von Siedlung, Verkehr und Energie fördern will. Seine Leitidee ist, die Vielfalt, Solidarität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu erhalten und zu stärken. Es nennt fünf Ziele:
- Siedlungsqualität und regionale Vielfalt fördern
- Natürliche Ressourcen sichern
- Mobilität steuern
- Wettbewerbsfähigkeit stärken
- Solidarität leben
Um diese Ziele zu erreichen, werden im Raumkonzept Schweiz drei gesamtschweizerische Strategien vorgeschlagen:
Handlungsräume bilden und das polyzentrische Netz von Städten und Gemeinden stärken
Raumwirksame Tätigkeiten sollen künftig überregional geplant und koordiniert werden. Das Raumkonzept Schweiz schlägt dazu zwölf Handlungsräume vor. Zudem soll das traditionell polyzentrische Netz von Städten und Gemeinden gefördert werden. So können die Ziele einer wettbewerbsfähigen, solidarischen und vielfältigen Schweiz erreicht sowie die Zusammenarbeit in funktionalen Räumen vertieft werden.
Karte 1 des Raumkonzepts Schweiz (A3, geeignet zum Druck)
Gültig ab 20.12.2012 | Grösse: 26696 kb | Typ: PDF
Siedlungen und Landschaften aufwerten
Die Attraktivität von Siedlungen und Landschaften soll erhalten bzw. erhöht werden. Mit einer haushälterischen Nutzung des Bodens, einer qualitätsvollen Verdichtung und einer frühzeitigen Berücksichtigung der Landschaften in der Planung werden die Siedlungsqualität und die regionale Vielfalt gefördert, aber auch die natürlichen Ressourcen und das Kulturland gesichert.
Karte 2 des Raumkonzepts Schweiz (A3, geeignet zum Druck)
Gültig ab 20.12.2012 | Grösse: 26940 kb | Typ: PDF
Verkehr, Energie und Raumentwicklung aufeinander abstimmen
Infrastrukturen für Verkehr und Energie sollen besser mit der Raumentwicklung abgestimmt werden. Im Zentrum stehen dabei die bessere Koordination von Siedlung und Verkehr, die Sicherung der Energieversorgung, eine gute regionale und internationale Erreichbarkeit und ein finanziell tragbares Verkehrssystem. Die Strategie verfolgt gleich mehrere Ziele: insbesondere die Steuerung der Mobilität, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der natürlichen Ressourcen.
Karte 3 des Raumkonzepts Schweiz (A3, geeignet zum Druck)
Gültig ab 20.12.2012 | Grösse: 21144 kb | Typ: PDF
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