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Mikroregion Haute-Sorne: interkommunale Zusammenarbeit und Raumplanung

Aus ursprünglich sieben eigenständigen jurassischen Gemeinden ist die Mikroregion Haute-Sorne entstanden. Eine Vereinbarung über die interkommunale Zusammenarbeit war ein erster Schritt und bewirkte zum Beispiel die Errichtung einer gemeindeübergreifenden Industriezone. Zur weiteren Optimierung fusionierten 2013 fünf der sieben Gemeinden.

Sieben jurassische Gemeinden haben als Mikroregion Haute-Sorne unter anderem eine überkommunale Industriezone errichtet.
Sieben jurassische Gemeinden haben als Mikroregion Haute-Sorne unter anderem eine überkommunale Industriezone errichtet.

Die sieben jurassischen Gemeinden Bassecourt, Boécourt, Courfaivre, Glovelier, Saulcy, Soulce und Undervelier ziehen am gleichen Strick: Bereits im Jahr 2004 wurde eine Charta unterzeichnet, welche die interkommunale Zusammenarbeit und eine zentralisierte Verwaltungsstruktur vorsah, um die Gemeinden von Aufgaben, die parallel liefen, zu entlasten. Ebenso sollte die Landnutzung unter dem Gesichtspunkt eines späteren Zusammenschlusses der Gemeinden angegangen werden. Im Rahmen des Modellvorhabens wurde die Zusammen­arbeit in der Region nun weiter verstärkt: Als Mikroregion Haute-Sorne erarbeiteten die sieben Gemeinden einen gemeinsamen regionalen Richtplan, der die Schaffung einer überkommunalen Industriezone, ein gemeinsames raumplanerisches Manage­ment mit Nutzung von Industriebrachen und die Erhaltung der traditionellen Bausubstanz anstrebte.

Kommunikation als Erfolgsfaktor

Die Mikroregion Haute-Sorne setzte beim Modellvorhaben von Anfang an auf eine gute und umfassende Kommunikation unter den sieben Gemeinden und bezog die Bevölkerung mit ein. Das Informationskonzept definierte die Mittel, welche für eine reibungslose Zusammenarbeit innerhalb der Behörden und für die produktive Beteiligung der Bevölkerung nötig sind. Durch die sensiblen Massnahmen gingen die Projektinformationen auch bei behördeninternen Personalwechseln nicht verloren - im Gegenteil: Alle konnten sich jederzeit auf den aktuellen Projektstand bringen und so in die laufende Diskussion einsteigen.

Gemeinsame Industriezone

Das gemeinsame Vorgehen hat sich ausgezahlt: Die meisten Ziele aus der Charta wurden erreicht. So haben alle sieben Gemeinden ihre gemeindeeigenen räumlichen Planungen bereinigt und einen gemeinsamen regionalen Richtplan erarbeitet, welcher demnächst von den Behörden gutgeheissen werden dürfte. Unter anderem konnte so die «Zone d'activités microrégionale ZAM», eine überkommunale Industriezone mit 43 000 Quadratmetern Fläche, eingerichtet werden. Für eine einzelne Gemeinde wäre ein solches Vorhaben schlicht unvorstellbar gewesen. Durch die Konzentration des Angebots wird jede Gemeinde entlastet und zeitgleich konnte der öffentliche Verkehr und seine Nutzung verbessert werden, wovon vor allem die Bevölkerung profitiert. Die Industriezone bei Glovelier wird von einer eigens gegründeten Institution betrieben, welche die gerechte Verteilung der Nutzen und Lasten unter den Gemeinden überwacht.

Drei statt sieben

Die Mikroregion Haute-Sorne umfasste ursprünglich sieben jurassische Gemeinden. Der Wille, nicht nur Teilprojekte, sondern wesentliche Aufgaben der Gemeindeverwaltungen durch eine Zusammenarbeit effizient zu strukturieren, führte zu einem neuen Richtplan und zur Einrichtung einer gemeinsamen Industriezone sowie zum Zusammenschluss eines Teils der sieben Gemeinden. Ab 2013 umfasst die Mikroregion anstatt sieben nur noch drei Gemeinden: Bassecourt, Courfaivre, Glovelier, Soulce und Undervelier fusionierten zur Gemeinde Haute-Sorne. Mit Boécourt und Saulcy ist die neue Gemeinde Haute-Sorne nach wie vor verbunden, und alle drei treiben weiterhin Projekte auf politischer, wirtschaftlicher und bürgernaher Ebene voran.

Übersicht der Modellvorhaben Detail Infos
ThemaKoordination räumlicher Funktionen: Landmanagement
Periode2007-2011
KantonJura

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