Constructive Alps - 6. Ausgabe

Im Rahmen der Schweizer Präsidentschaft der Alpenkonvention wird 2022 die 6. Ausgabe des Architekturwettbewerbs «Constructive Alps» durchgeführt. Der Architekturwettbewerb ist ein wichtiger Beitrag zum von der Schweiz mitunterzeichneten Klimaaktionsplan der Alpenkonvention. Das Bundesamt für Raumentwicklung möchte mit dem Preis, den dazugehörigen Veranstaltungen und einer Wanderausstellung mit den besten Beispielen nachhaltiger Architektur den guten Dialog mit der Bau- und Architekturbranche in den Alpen und darüber hinaus pflegen.

Mehrfamilienhaus Ghiringhelli, Bellinzona
Mehrfamilienhaus Ghiringhelli, Bellinzona
© René Dürr

Nachhaltig Sanieren und Bauen in den Alpen ist einer der Schwerpunkte des Fünf-Punkte-Plans des Schweizer Vorsitzes der Alpenkonvention und ein fortlaufendes Anliegen des Bundesamts für Raumentwicklung. Im Zentrum der sechsten Ausgabe von Constructive Alps steht das Klimaziel Netto-Null für den Alpenraum. Mit dem Preis wird der langjährige Dialog mit Bauherrschaften, Architektinnen, Raumentwicklung und anderen Bundesämtern weitergeführt. Aus Sicht einer guten und nachhaltigen Raumentwicklung sind nicht nur Energieverbrauch, Baumaterialwahl und Lebensdauer beim Bauen wichtig. Auch Kriterien wie zum Beispiel ein guter Umgang mit der Landschaft, Mobilitätskonzepte, Flächenverbrauch und Denkmalpflege spielen eine grosse Rolle bei der Beurteilung der Projekte.

Weitere Informationen finden Sie unter www.constructivealps.net  

Schwerpunkte

Die internationale Jury legt ihre Schwerpunkte nicht nur auf die Baukunst, sondern auch auf die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit der Architektur. Ein paar Beispiele von möglichen Fragestellungen, welche die Jury zu prüfen hat:

  • Welchen Beitrag leistet das Haus zur Baukultur in den Alpen?
  • Welchen Mehrwert bringt die Architektur für die lokale Wirtschaft?
  • Welchem Zweck dienen die Gebäude?
  • Handelt es sich um Objekte welche im Sinne der Verdichtung raumplanerisch intelligent sind?
  • Was sind gelungene Bauten für bestimmte Aufgaben wie Tourismus, Bildung oder Infrastruktur?
  • Was tragen die Gebäude zur dörflichen Entwicklung und Gemeinschaft bei?
  • Wie geht die Architektur mit alpiner Bautradition um und wie lässt sie sich in Zukunft weiterentwickeln?

Letztlich berücksichtigt die Jury natürlich auch, ob es sich bei dem Projekt um eine Sanierung, einen Ersatzneubau oder um einen Neubau handelt – hier gibt die Klimarelevanz den Ausschlag: Energiekennzahlen, graue Energie, Flächenverbrauch und die Anwendung von low-tech Lösungen werden genau geprüft.

Publikumsfavorit

Nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum wird aufgerufen, seine Meinung zu den nominierten Projekten abzugeben und für ihren Favoriten zu stimmen. Das Gewinnerprojekt erhält ebenso eine Auszeichnung.

Die Preisverleihung wird zum Abschluss der Schweizer Präsidentschaft der Alpenkonvention im Herbst 2022 stattfinden. Zusammen mit der Auszeichnung der Siegesprojekte wird erneut eine Wanderausstellung eingeweiht, welche die sechste Ausgabe von Constructive Alps krönt.

Medien

15.02.2022

«Constructive Alps»: Klimabewusste Bauprojekte für Architekturwettbewerb nominiert

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein führen dieses Jahr den internationalen Architekturwettbewerb «Constructive Alps» zum sechsten Mal durch. Aus 237 Eingaben hat die Jury 31 Projekte ausgewählt, die klimabewusstes Renovieren und Bauen in den Alpen besonders vorbildlich umsetzen.

Kontakt

Bundesamt für Raumentwicklung ARE

Sektion Internationales

Alpenkonvention

Kontaktinformationen drucken

https://www.are.admin.ch/content/are/de/home/internationale-zusammenarbeit/alpenkonvention/schwerpunkte/constructive-alps-6.html