Hartsteinbrüche - Planungshilfe für die Standortplanung

Ein grosser Teil der Hartgesteinsvorkommen befinden sich in landschaftlich empfindlichen Lagen. In einer Planungshilfe wird aufgezeigt, wie die Versorgung mit Hartgesteinen unter Wahrung der Anliegen des Landschaftsschutzes und der Umwelt sichergestellt werden kann.

Was sind Hartgesteine?

Hartgesteine zeichnen sich durch eine sehr hohe Druckfestigkeit aus - über 140 N/mm2 (1400 kg/cm2), Kieselkalk: sogar über 300 N/mm2 (3000 kg/cm2) - und enthalten einen grossen Anteil an harten Mineralien. Sie lassen sich beispielsweise von Stahl nicht ritzen. Zu den wichtigsten Hartgesteinen zählen Kieselkalk, Glaukonitsandsteine, Flyschsandsteine und Sandkalke. Granit gilt zwar im Volksmund als «hartes Gestein», da er jedoch Glimmer enthält, ist er für den Einsatz als Hartgestein nur sehr beschränkt geeignet.

Übergeordnete Betrachtungsweise notwendig

Eine Fortführung der fallweisen Beurteilung von Abbauvorhaben verunmöglicht eine auf Dauer angelegte Problemlösung. Sie ist nicht geeignet, den Anliegen der Wirtschaft nach Rechtssicherheit, den Erfordernissen effizienter Bewilligungsverfahren und raumplanerisch weitsichtigen Entscheiden Rechnung zu tragen. Nur eine langfristig orientierte, umfassende und übergeordnete Betrachtung kann zu einer für alle Seiten befriedigenden Lösung führen.

Potenzialkarten

Die Potenzialkarten (1:25'000) zeigen auf, wo aus geologischer Sicht Hartgesteinsvorkommen vorhanden sind. Sie enthalten auch Angaben zu Inventaren des Bundes und der Kantone, zu den Bauzonen und zum Teil über die Gewässerschutzgebiete. Sie eignen sich zur raschen Klärung der wichtigsten Konflikte, sind aber nicht für die Detailplanung gemacht. Die Karten nehmen keine Abwägung der Interessen vorweg. Diese erfolgt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens. Sie geben auch keine Auskunft über die tatsächliche Eignung oder die Abbauwürdigkeit. Die Kriterien mit denen die Potenzialgebiete ermittelt wurden, sind in der Planungshilfe Seite 13 und 14 beschrieben. Die aktuellen und genauen Angaben zu den Bauzonen, den Gewässerschutzgebieten und den kantonalen Schutzobjekten müssen beim Kanton oder der Gemeinde eingesehen werden.

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Weiterführende Informationen

https://www.are.admin.ch/content/are/de/home/laendliche-raeume-und-berggebiete/spezialthemen/hartgestein/hartsteinbrueche---planungshilfe-fuer-die-standortplanung.html