Nachhaltige Entwicklung: Projekte zugunsten der Chancengleichheit gesucht

Ittigen, 25.06.2019 - Im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Entwicklung 2019-2020 ruft das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) zur Eingabe von Projekten auf. Die Projekte sollen dazu beitragen, die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Agenda 2030 der UNO zu erreichen. Diesjähriger Themenschwerpunkt ist die Chancengleichheit.

Durch die Unterstützung konkreter Projekte trägt das Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung zur Umsetzung der Agenda 2030 in der Schweiz bei. Der Bund hat festgestellt, dass auf dem Gebiet der Chancengleichheit noch grosser Handlungsbedarf besteht. Die Chancengleichheit ist Teil des SDG 10 (weniger Ungleichheiten). Sie ist aber auch für andere SDGs relevant, beispielsweise für das SDG 1 (keine Armut), das SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) sowie das SDG 4 (hochwertige Bildung).

Weltweit sind die Ungleichheiten sehr stark ausgeprägt. Sie sind eines der grössten Hindernisse für die nachhaltige Entwicklung und die Beendigung der Armut. Sie verhindern, dass gewisse Gesellschaftsgruppen uneingeschränkt am gesellschaft-lichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen können. Chancengleichheit bedeutet, dass alle Menschen dieselben Chancen oder Entfaltungsmöglichkeiten haben, und zwar unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht oder Wohnort, ihren Einschränkungen, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder wirtschaftlichen Stellung.

Im Rahmen des Förderprogramms sollen 2019/2020 innovative und reproduzierbare Projekte von Kantonen, Gemeinden, Städten oder Dritten zugunsten der Chancengleichheit unterstützt werden – Projekte, welche die Autonomie und die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Integration von Personen oder Personengruppen stärken. Auch für Initiativen, die eine grosse Hebelwirkung für die Sensibilisierung und Umsetzung der Agenda 2030 in der Schweiz entfalten, können Beitragsgesuche eingereicht werden.

Die Gesuche sind bis zum 30. September 2019 einzureichen. Erläuterungen zu den Kriterien sowie sämtliche Unterlagen zum Projektaufruf sind auf der ARE-Website publiziert.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind das Kernstück der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UNO. Sie gewährleisten eine ausgewogene Berücksichtigung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und umweltbezogenen Dimension der nachhaltigen Entwicklung. Mit SDG 1 anerkennen die Mitgliedsländer der UNO erstmals, dass erst die Beendigung der Armut eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Alle Mitgliedländer müssen die SDGs bis 2030 erreichen. Auch die Schweiz ist dazu aufgefordert.

Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung

Seit 2001 hat das ARE im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Entwicklung rund 400 Projekte zu verschiedenen Themen wie öffentliche Beschaffung, sozialer Zusammenhalt, nachhaltige Quartiere, Ernährung oder strategische Vorhaben unterstützt. Der Unterstützungsbeitrag beläuft sich auf maximal 20 000 Franken pro Projekt. Das Programm fügt sich in die Umsetzung der Strategie Nachhaltige Entwicklung des Bundesrats ein.

26 Projekte 2018-2019 vom Bund unterstützt

2018-2019 hat das Förderprogramm 26 Projekte zum Thema nachhaltiger Konsum unterstützt. In der ganzen Schweiz werden innovative Lösungen umgesetzt, etwa zur Sensibilisierung für nachhaltigen Konsum, zur Vermeidung von Food Waste, zur Verringerung von Abfall oder zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es handelt sich dabei um gute Praktiken, die der Bund einer breiten Öffentlichkeit bekanntmachen und Akteuren in anderen Regionen der Schweiz zur Nachahmung empfehlen will. Beschreibungen finden sich auf der ARE-Website.


Adresse für Rückfragen

Tina Leiser, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Sektion Nachhaltige Entwicklung, Bundesamt für Raumentwicklung ARE,
Tel. 058 462 27 60, tina.leiser@are.admin.ch



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