Regionale Prozesse

Eine Reihe regionaler Prozesse trägt gemeinde- und teils kantonsübergreifend zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene bei. Folgende regionale Akteure haben ihren Prozessbeschrieb in der ARE-Prozessdatenbank veröffentlicht. Details sind direkt unter den beteiligten Gemeinden einsehbar.

Allianz in den Alpen
Das Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» besteht seit 1997 und ist ein Zusammen-schluss von 269 Gemeinden und Regionen, welche sich auf 7 Staaten im Alpenraum erstrecken. 22 Schweizer Gemeinden und Regionen sind Mitglieder der Allianz und orten die Gemeinde als zentrale Ebene für die Umsetzung einer nachhaltigen Alpenpolitik. Grundlage und Leitfaden für eine Nachhaltige Entwicklung ist die Alpenkonvention.

Binntal
Der Landschaftspark Binntal ist ein Projekt der Gemeinden Binn, Ernen und Grengiols. Die Region ist Kanditatin für das Label «Park von nationaler Bedeutung», welches der Bund vergibt. Ziel des Projekts ist, Synergien zwischen Tourismus, Landwirtschaft, regionalem Gewerbe einerseits und dem Natur- und Landschaftsschutz andererseits zu erzielen.

Biosphäre Entlebuch
Acht Gemeindegebiete bilden die UNESCO-Biosphäre Entlebuch. Das Biosphärenreservat steht beispielhaft für die nachhaltige Nutzung von Lebensräumen und die Erhaltung der natürlichen Vielfalt. Es bietet kommenden Generationen einen attraktiven Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum und beteiligt die einheimische Bevölkerung über Projekte im Bildungsbereich und über regionale Foren aktiv an wichtigen Entscheidungen.

Bodensee Agenda 21
Die Bodensee-Region setzt im Rahmen ihrer Agenda 21 seit 1999 die Nachhaltige Entwicklung um, über die Ländergrenzen hinweg (CH, D, FL, A) und auf dem Gebiet von sechs Kantonen (TG, ZH, AI, AR, SH, SG). Als internationale Plattform gibt sie den entwicklungs-relevanten Akteuren im Bodenseeraum Impulse und setzt wichtige Bedingungen fest für die internationale Zusammenarbeit in den Themenfeldern der Nachhaltigkeit.

Crans-Montana
Im Rahmen der Pilotregionen «Aktionsplan Umwelt und Gesundheit» (APUG), initiiert durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG), haben sich sechs Gemeinden mit dem Ziel zusammengeschlossen, die Bevölkerung und Touristen zu Verhaltensänderungen zu bewegen. Ein interkommunaler Richt- und Mobilitätsplan soll langfristig die Verkehrsprobleme der Region lösen, vor allem im Winter während des Skitourismus.

Limpachtal
Das Limpachtal ist ein attraktives und vielseitiges Naherholungsgebiet zwischen Solothurn, Biel und Bern. Die Initiatve Limpachtal unterstützt diesen Lebensraum, indem sie die kantonsübergreifenden Hauptanliegen der Region im Kanton Solothurn und im Kanton Bern vertritt. Zwölf Gemeinden haben sich für eine Nachhaltige Entwicklung und Zusammenarbeit zusammengeschlossen.

Nationalparkprojekt des Locarnese
Das Nationalparkprojekt des Locarnese ist ein Gemeinschaftsprojekt von 14 Gemeinden und 13 Burgergemeinden der Region zur Unterstützung und Schutz eines Gebietes von aussergewöhnlicher und einzigartiger Schönheit, das sich von den Brissago Inseln des Lago Maggiore bis zur Ortschaft Bosco Gurin, der einzigen Walser-Siedlung im Tessin, erstreckt. Aus einer Strecke von nur 35 km erhebt sich das Gebeit des Parks von 193 M.ü.M. am Ufer des Sees bis zu 2.863 M.ü.M. des Wandfluhhorn (PizzoBiala) und wechselt dabei von subtropischen zu alpinem Klima.

Regionaler Naturpark Diemtigtal
Der regionale Naturpark Diemtigtal umfasst 67 Hektaren und pflegt dank jahrelanger extensiver Bewirtschaftung eine starke, gut erschlossene Alpwirtschaft mit einer grossen Artenvielfalt. Ziel des Parks ist es, trotz der sich stark verändernden Landwirtschaft auch künftigen Generationen ein Einkommen im Tal zu sichern und die Aktivitäten der lokalen Bevölkerung und Politik auf eine aktive und nachhaltige Entwicklung auszurichten. Der Park erstreckt sich über die Fläche der Gemeinden Diemtigen und Zweisimmen.

Regionaler Naturpark Schaffhausen
Der Regionale Naturpark Schaffhausen hat zum Ziel, die wertvollen Lebensräume der vielseitigen Landschaft Schaffhausens mit Hängen, Tälern, Hügeln des Randens und des Reiats, der Ebene des Klettgaus und der Rheinlandschaft zu erhalten. Er möchte dabei die regionale Wertschöpfung stärken, die Landschaft, Natur und Umwelt pflegen, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung beitragen, Natur- und kulturnahen Tourismus fördern, das kulturelle Leben und Erbe erhalten und ein Netzwerk zwischen regionalen Akteuren bilden. Seine Fläche erstreckt sich über 161 km2 und zehn Gemeinden, von welchen zwei in Deutschland liegen: Bargen, Beringen, Jestetten (D), Lottstetten (D), Merishausen, Neunkirch, Rüdlingen, Schaffhausen, Thayngen, Wilchingen.

Regio21 – Region Grandson
Der Zusammenschluss Regio 21 will mit der Unterstützung konkreter Aktionen aufzeigen, wie die Umweltinteressen mit denjenigen aus der Wirtschaft und den sozialen Bedürfnissen zu vereinbaren sind und die Nachhaltige Entwicklung der Region beeinflussen. Regio 21 will zum Nachdenken über die Zukunft anregen und setzt starke Akzente auf die Jugend.

Schweizerischer Nationalpark
Der Schweizerische Nationalpark ist mit 170 km2 das grösste Wildnisgebiet der Schweiz und der einzige Nationalpark. Gemäss internationaler Naturschutzunion (IUCN) ist er ein Reservat der Kategorie Ia (höchste Schutzklasse, Wildnisgebiet). Mit Gründungsjahr 1914 ist er zudem der älteste Nationalpark der Alpen und Mitteleuropas. Er liegt auf dem Boden der Gemeinden Zernez, S-chanf, Scuol, Val Müstair und Lavin.

Thal
Die Region Thal besteht aus neun Gemeinden und war eine der drei Pilotregionen des «Aktionsplans Umwelt und Gesundheit» (APUG) des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Schwerpunktthema bildet der Bereich «Natur und Wohlbefinden». Das Projekt «viTHAL» hat sich zum Ziel gesetzt, ein breites Publikum zu motivieren, sein persönliches Umwelt- und Gesundheitsverhalten im Alltag miteinander zu verknüpfen und damit zu einer Nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Zahlreiche Projekte im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung werden erfolgreich umgesetzt.

Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
Die Region Jungfrau-Aletsch im Grenzgebiet der Kantone Bern und Wallis umfasst das Gebiet vom Finsteraarhorn über Eiger, Mönch und Jungfrau, den Aletschgletscher, das Bietschhorn und Teile des Lötschen- und Baltschiedertals. Es erstreckt sich über das Gebiet von 26 Gemeinden. Die Trägerschaft bezweckt die Förderung und Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung für den Wirtschafts-, Lebens-, Erholungs- und Naturraum unter dem Label des UNESCO Welterbes im Sinne ihrer Charta vom Konkordiaplatz.

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