Nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Union

Nachhaltige Entwicklung ist laut Artikel 3 Absatz 3 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) ein übergeordnetes langfristiges Ziel der Europäischen Union. Die EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung bildet einen Rahmen für eine langfristige Perspektive, bei der Umweltschutz, wirtschaftlicher Wohlstand, sozialer Zusammenhalt und globale Verantwortung sich gegenseitig verstärken.

Nach 2001 wurde im Juni 2006 die zweite EU-Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung durch den Europäischen Rat verabschiedet. Sie nennt klare Ziele und prioritäre Massnahmen für die sieben zentralen Herausforderungen im Bereich Nachhaltige Entwicklung wie:

  • Klimawandel und saubere Energien
  • Nachhaltiger Verkehr
  • Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion
  • Substanzerhaltende Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
  • Öffentliche Gesundheit
  • Soziale Integration, Bevölkerungsentwicklung und Migration
  • Armut in der Welt und nachhaltige Entwicklung

Die EU-Strategie fordert auch die Mitgliedstaaten auf, eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie zu erarbeiten. Dem sind alle nachgekommen.

Das Europäische Nachhaltigkeitsnetzwerk (ESDN)

Im Europäischen Nachhaltigkeitsnetzwerk (European Sustainable Development Network, ESDN) werden seit 2002 Erfahrungen und Wissen betreffend nationaler Nachhaltigkeitsstrategien ausgetauscht mit der Idee, die nationalen Nachhaltigkeitsstrategien besser auf die EU-Strategie abzustimmen. Es beteiligen sich Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Verwaltung von EU und EU-Nichtmitgliedstaaten, der EU-Kommission, Mitglieder des Verbunds der Europäischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte (European Environment and Sustainable Development Advisory Councils, EEAC) sowie weitere Expertinnen und Experten der Nachhaltigen Entwicklung. Die Schweiz wirkt in diesem Gremium gleichwertig mit und ist in der Steuergruppe vertreten.

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