Fakten und Zahlen

Die «Fakten und Zahlen» bieten Kurzinformationen zu aktuellen und langfristigen Themen der Raumentwicklung. Leicht verständlich geschrieben und mit Grafiken ergänzt.

Räumliche Bevölkerungsverteilung

Im Vergleich zu den 1990er-Jahren waren die Jahre seit der Jahrtausendwende geprägt durch eine deutlich verstärkte Dynamik der wirtschaftlichen Aktivitäten und der Bevölkerungsentwicklung. Es ist davon auszugehen, dass die Schweiz auch in den kommenden Jahren eher stärker wächst als das europäische Umland.

Flächennutzung

Landwirtschafts- und Waldflächen belegen je rund ein Drittel der Schweiz. Etwa ein Viertel der Landesfläche gilt als unproduktiv (Gletscher, Fels etc.). Die Siedlungsflächen beanspruchen rund 7,5 % des Territoriums und nehmen auf Kosten der Landwirtschaftsflächen stetig zu.

Siedlungsflächen

Seit den 1980er Jahren sind neue Siedlungsflächen in der Grösse des Genfersees entstanden. Die Zunahme geht weiter, wenn auch etwas verlangsamt. Die Siedlungsflächen wachsen jedoch nach wie vor rascher als die Bevölkerung, was nicht nachhaltig ist.

Bauzonen

In der Schweiz darf grundsätzlich nur innerhalb von Bauzonen gebaut werden. Diese belegen eine Gesamtfläche von rund 228 480 Hektaren. Davon sind über achtzig Prozent bereits überbaut.

Industriebrachen

Die Schweiz verfügt über 350 ehemalige Industrie-Areale mit 1820 Hektaren Fläche. Ein Grossteil dieser Flächen und Standorte wird nicht oder ungenügend genutzt und bildet ein enormes Potenzial für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung.

Landschaftsveränderungen

Immer mehr Infrastrukturen wie Strassen oder Siedlungen zerschneiden die Landschaft in der Schweiz. Entsprechend verändert sich die Landschaft sehr schnell. Gerade wertvolle Lebensräume und Naherholungsgebiete geraten immer stärker unter Druck.

Kulturlandverlust

Seit Jahrzehnten geht in der Schweiz laufend gutes Kulturland verloren. Jede Sekunde verschwindet rund ein Quadratmeter Landwirtschaftsfläche. Im Mittelland ist die Hauptursache dafür das massive Siedlungswachstum.

Fruchtfolgeflächen

Für das beste ackerfähige Landwirtschaftsland gelten in der Schweiz spezielle Schutzbestimmungen. Jeder Kanton hat einen Anteil zu sichern. Die starke Ausdehnung des Siedlungsgebietes führt dazu, dass diese Fruchtfolgeflächen zunehmend unter Druck geraten.

Erschliessung und Erreichbarkeit der Agglomerationen

Die Agglomerationen des Mittellandes sind sehr gut erschlossen. Anders in den Alpentälern, wo die Reisezeit zum nächsten Agglomerations-zentrum länger ist und sich die Fahrzeiten von Auto und Bahn beträchtlich unterscheiden.

Erschliessung und Erreichbarkeit der Kernstädte

Die Kernstädte Zürich, Genf, Basel, Lausanne, Bern und Lugano sind mit Strasse und Schiene gut erschlossen. Von der Peripherie her sind sie aber namentlich mit dem Zug ungleich schwieriger zu erreichen.

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