Workshop «morgen? Die Schweiz»

Zum Ideenwettbewerb fand am 11. Mai 2015 in Genf ein Workshop mit Bundesrätin Doris Leuthard, Studierenden, Fachleuten und Interessierten statt.

Statements

  1. Wie soll Ihrer Meinung nach die Schweiz im Jahr 2035 aussehen?
  2. Was unternehmen Sie persönlich um dieses Ziel zu erreichen?
Vincent Lusser, Kommunikation grosse Projekte beim Kanton Genf
Vincent Lusser

Vincent Lusser, Kommunikation grosser Projekte beim Kanton Genf

1) «Die Schweiz wird mehr vernetzt sein als heute, nicht nur durch verschiedene Verkehrsmittel, sondern auch durch das Arbeiten von unterwegs oder zu Hause. Die Schweiz wird nicht eine einzige Stadt sein, sondern sich aus urbanen, ländlichen und bergigen Räumen zusammensetzen, die ihre Besonderheiten bewahren.»

2) «Ich bin in Bern geboren, arbeite und lebe in Genf und habe Familie im Tessin. Ich schätze es, die Kontakte mit diesen verschiedenen Regionen zu pflegen, und besuche Schweizer Städte, denn nur indem man das Ganze sieht, versteht man auch dessen Teile. Ich passe die Wahl des Verkehrsmittels situativ an und nehme nicht immer das Auto.»

Tancrède Voute, Maschineningenieurstudent im 3. Jahr an der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia)
Tancrède Voute

Tancrède Voute, Maschineningenieurstudent im 3. Jahr an der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia)

1) «Die Schweiz wird ebenso friedlich wie heute sein, etwas grüner und mit mehr Langsamverkehr, weniger Staus und mehr Umweltbewusstsein.»

2) «Für kurze Wege nehme ich häufiger mein Velo, und auf mittleren Distanzen möchte ich demnächst meinen Roller durch ein E-Bike ersetzen.»

Clelia Bertini, Raumplanungsstudentin an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR
Clelia Bertini

Clelia Bertini, Raumplanungsstudentin an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR

1) «Es wird weniger Verkehr auf den Strassen geben, das finde ich besonders wichtig. Dazu sollen Freiräume häufiger genutzt werden.»

2) «Ich studiere Raumplanung, um etwas zu bewirken, etwa dass die innere Verdichtung wirklich stattfindet. Je nach Gemeindeund je nachdem, wer dort arbeitet, findet diese leider nicht statt. Ausserdem bin nur mit dem ÖV unterwegs.»

Nathalie Monge, Dozentin an der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia) und Geschäftsführerin eines Beratungsbüros
Nathalie Monge

Nathalie Monge, Dozentin an der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia) und Geschäftsführerin eines Beratungsbüros

1) «Die Schweiz wird ein Ort sein, wo es eine gute Kombination zwischen Natur, städtischem Leben und Infrastrukturen haben wird. Das Land wird verantwortlich und mit Respekt handeln - dies sind wichtige Werte, die die Schweiz heute schon vertritt und die wir bis 2035 weiter entwickeln werden. Die Schweiz wird suffizient, einladend und ökologisch sein.»

2) «In meinem beruflichen Alltag versuche ich verschiedene Disziplinen zu kombinieren, um einen transversalen Blick zu bekommen. Ein solcher Blick ist zugleich präziser und einfacher, so dass man die Ziele und Themen besser versteht und nicht vague bleibt.»

Mahesh Lançon, Projektkoordinator in Genf
Mahesh Lançon

Mahesh Lançon, Projektkoordinator in Genf

1) «Ich hoffe, dass die Schweiz die Beziehung zwischen den Generationen besser verstehen wird und wir bei der die Mobilität mehr Verantwortung übernehmen.»

2) «Ich bin zu Fuss und per Velo unterwegs und beteilige mich am Car-sharing.»

Laurent Daune, Professor für Landschaftsarchitektur an der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia)
Laurent Daune

Laurent Daune, Professor für Landschaftsarchitektur an der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia)

1) «Wenn ich die Arbeit der Studentinnen und Studenten anschaue, habe ich den Eindruck, dass wir ein solidarischeres Land sein werden, das mehr Verantwortung bei Produktion und Konsum übernimmt. Soziale Beziehungen werden vielfältiger als heute sein. Als Familienvater hoffe ich auch, dass diese sozialen Beziehungen sich weiter entwickeln und uns helfen werden, ein Land mit weniger Ungleichheiten zu gestalten.»

2) «In der Projektwerkstatt frage ich die Studentinnen und Studenten danach, wie sie sich eine Gesellschaft mit positiven Werten vorstellen. Ich ermuntere sie, utopisch zu sein, da sie ihr ganzes Leben vor sich haben, um diesen Diskurs  zu verfolgen. Persönlich bin ich kein Vorbild, aber ich tue mein Bestes. Ich fahre mit dem Zug, was mein bevorzugtes Transportmittel ist, ich bin viel zu Fuss und auf zwei Rädern unterwegs und frage mich, weshalb ich mein Auto noch behalte...»

Massimo Isotta, Genf-Korrespondent von Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana RSI
Massimo Isotta (rechts im Bild)

Massimo Isotta, Genf-Korrespondent von Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana RSI

1) «Die Schweiz wird urbaner werden. Wir werden eine Lösung finden müssen, dass alle ein Dach über dem Kopf mit der gleichen Wohnqualität wie heute haben werden. Die Schweiz von morgen wird auch weniger Autos haben. Die Politiker werden ein System erfinden müssen, um uns zu ermuntern, weniger Auto zu fahren. Im Gegenzug bekommen wir ein hoch effizientes ÖV-System.»

2) «Ich träume seit langer Zeit von einem E-Bike, um meinen Roller zu ersetzen, der weniger Platz braucht als ein Auto. Bis dahin muss ich indes noch etwas sparen. Auch habe ich Solarpanele auf dem Dach meines Hauses.»

Galerie

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