Ergebnisse

Das ARE stellt mit dem NPVM 2017 Verkehrsbelastungen für den durchschnittlichen Verkehr an Werktagen (Montag-Freitag, DWV), den durchschnittlichen Tagesverkehr (Montag-Sonntag, DTV) sowie die Spitzenstunden am Morgen (7-8h) und Abend (17-18h) zur Verfügung. Resultate wie die Anzahl Wege, die zurückgelegten Personenkilometer, der Modal-Split pro Fahrtzweckbeziehung können nach Gebietseinheiten (national, kantonal, Gemeinden) mit einem Algorithmus automatisiert erstellt werden. Nachfolgend werden beispielhaft Ergebnisse zu den Belastungen auf Strasse und Schiene, dem Modal-Split in den Kantonen sowie Erreichbarkeiten dargestellt.  

Belastungen auf Strasse und Schiene

Exemplarisch sind für das übergeordnete Strassennetz sowie den Schienenverkehr die modellierten Belastungen im Jahr 2017 als Karten dargestellt. Deutlich werden die hohen Fahrzeugbelastungen zwischen den grossen Städten und in ihrem Umfeld, aber auch die weniger stark belasteten Netzabschnitte, beispielsweise auf der N1. Belastungen auf den nachgeordneten Strassenabschnitten können auf der Open Data Plattform Zenodo bezogen werden. Die Verkehrsaufkommen im Schienenverkehr sind tiefer, in der geografischen Aufteilung zeigt sich aber ein ähnliches Bild. Erkennbar wird die hohe Nachfrage zwischen den Städten der Deutschschweiz, im Raum Zürich sowie zwischen Genf und Lausanne.
 

 
Verkehrsaufkommen Strasse (Autobahnen und -strassen)
Verkehrsaufkommen Strasse (Autobahnen und -strassen)
© ARE
Verkehrsaufkommen Schiene
Verkehrsaufkommen Schiene
© ARE

Reisende durch den Gotthard-Basistunnel

Neben den Belastungen auf dem Gesamtnetz, ermöglicht das NPVM, ausgewählte Strecken oder Räume zu untersuchen, z.B. die Eisenbahnverbindung durch den Gotthard-Basistunnel (GBT), der Ende 2016 in Betrieb genommen wurde. Ausgehend von der Anzahl aller Personen, die an einem Werktag (Montag – Freitag) durch den GBT Richtung Süden reisen, lässt sich analysieren, woher die Bahnreisenden kommen und welche Orte südlich der Alpen sie aufsuchen. Dies ist eine sogenannte Spinnenanalyse. Im Jahr nach der Eröffnung fuhren etwa 5'000 Personen täglich durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Mehrheitlich reisen die Personen aus dem Raum Zürich und aus Luzern an, im Süden verteilen sie sich auf die Zentren Bellinzona und Lugano bzw. fahren weiter Richtung Mailand.

 
Reisende durch den Gotthard-Basistunnel (Richtung Nord–Süd)
Reisende durch den Gotthard-Basistunnel (Richtung Nord–Süd)
© ARE

Verkehrsleistung in den Kantonsgebieten

Kantone mit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern und grossem Kantonsgebiet weisen erwartungsgemäss die höchste Verkehrsleistung (gemessen in Millionen Personenkilometern) auf. Ergänzend dazu zeigt die Abbildung den ModalSplit, also den prozentualen Anteil jedes Verkehrsmittels an der Verkehrsleistung. In den Stadtkantonen Basel-Stadt und Genf wird weniger Auto gefahren und die zu Fuss zurückgelegten Wege spielen eine wichtigere Rolle als in den anderen Kantonen. Die kleineren Kantone wie beide Appenzell, Jura und Nidwalden weisen niedrige ÖV-Anteile aus, die bei etwas über 10% der Verkehrsleistung liegen. Die Fahrleistung des Strassengüterverkehrs, also die Fahrten von Lieferwagen, Lastwagen sowie Lastzügen, könnte ebenfalls pro Kanton dargestellt werden. Diese wurde in einem Vorprojekt berechnet und wird bei der Umlegung im NPVM berücksichtigt.

 

Weitere Karten auf dem Geoportal des Bundes

Weitere Karten mit zusätzlichen Informationen und der Möglichkeit Gebiete genauer zu betrachten, stehen der Leserin und dem Leser auf der Geoportal des Bundes zur Verfügung. 

 
 
 

Folgende Karten sind verfügbar:

  • Verkehrsbelastung Personenverkehr Schiene
  • Verkehrsbelastung Personen-/Güterverkehr Strasse            
  • Reisezeit zu 6 grossen Zentren ÖV
  • Reisezeit zu 6 grossen Zentren Strasse
  • Reisezeit zu Agglomerationen ÖV
  • Reisezeit zu Agglomerationen Strasse
  • Erreichbarkeit mit dem ÖV
  • Erreichbarkeit auf der Strasse