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Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 ist der globale Fahrplan für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030. Sie wurde 2015 von allen UNO-Mitgliedstaaten verabschiedet und bildet den internationalen Referenzrahmen, um Armut zu überwinden, den Planeten zu schützen, Frieden und Wohlstand zu fördern und eine starke globale Partnerschaft aufzubauen.

Die Agenda 2030 geht auf frühere UNO-Konferenzen zur nachhaltigen Entwicklung sowie die Millenniumsentwicklungsziele zurück und definiert mit 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDG) und 169 Unterzielen die zentralen Prioritäten in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Schweiz setzt die Agenda 2030 auf nationaler und internationaler Ebene um und stützt sich dabei auf das Nachhaltigkeitsverständnis der Brundtland-Kommission sowie die Verankerung der nachhaltigen Entwicklung als Staatsziel in der Bundesverfassung. Nachhaltige Entwicklung wird ganzheitlich verstanden und berücksichtigt ökologische Verantwortung, gesellschaftliche Solidarität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gleichwertig, unter Beachtung der Belastbarkeitsgrenzen der globalen Ökosysteme.

Die Umsetzung erfolgt dezentral und wird durch den Bundesrat koordiniert. Zwei Delegierte sowie verschiedene Gremien sorgen für eine möglichst kohärente Umsetzung. Das Direktionskomitee Agenda 2030 ist das strategische Steuerungs- und Koordinationsorgan auf Bundesebene. Daneben nutzt der Bund die Begleitgruppe Agenda 2030, um den Austausch mit und zwischen den nichtstaatlichen Akteuren zu fördern. Darüber hinaus arbeitet der Bund mit dem Netzwerk der kantonalen Nachhaltigkeitsfachstellen (NKNF) zusammen, um die horizontale Zusammenarbeit zwischen den Kantonen sowie die vertikale Zusammenarbeit zwischen Kantonen und Bund wirkungsvoll zu stärken.