Zum Hauptinhalt springen

Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2025-2030

Mit den Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung fördert der Bund lokale, regionale und kantonale Akteurinnen und Akteure, die versuchen, mit neuen Methoden aktuelle Probleme zu lösen. Die Modellvorhaben gibt es seit 25 Jahren. Getragen werden sie mittlerweile von neun Bundesstellen aus vier Departementen. Die Federführung liegt beim Bundesamt für Raumentwicklung ARE. Für die Programmgeneration von 2025 bis 2030 haben die beteiligten Bundesstellen 33 Projekte aus sechs Themenschwerpunkten ausgewählt und total 4,274 Millionen Franken Fördergeld gesprochen. Unterstützt werden die Vorhaben nicht nur finanziell. Die Bundesstellen begleiten die Projekte auch fachlich und sorgen für den Wissenstransfer bei erfolgreichen Vorhaben.

Themenschwerpunkte

Lebensqualität durch Biodiversität und attraktive Landschaften erhöhen

Sport treiben, mit dem Hund spazieren oder die Natur direkt vor der Haustür erleben – wir profitieren alle von naturnah gestalteten und miteinander vernetzten Freiräumen in unseren Siedlungen. Sie versprechen Abkühlung im Sommer, halten bei starken Niederschlägen das Wasser zurück und bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Trotz dieser Vorteile kommt das vernetzte Denken bei der Gestaltung von Natur- und Freiräumen im Siedlungsraum oft noch zu kurz.

Zentrumsfunktionen in ländlichen Regionen und Berggebieten stärken

Einkaufen, einen Kaffee trinken, schnell zur Post oder zur Hausärztin gelangen – intakte Dorfzentren in ländlichen Gebieten und Bergregionen erleichtern den Alltag, stärken die lokale Wirtschaft und bieten Raum für Begegnungen. Besonders ältere Menschen sind auf diese Angebote angewiesen. Leider verlieren viele dieser Ortskerne zunehmend an Leben. Was ist zu tun, um die Dörfer von morgen zu stärken?

Siedlungsraum sport- und bewegungsfreundlich planen

Im Wald joggen, biken oder spazieren, mit dem Velo zur Arbeit radeln oder auf der Quartierstrasse spielen – viele von uns treiben Sport oder bewegen sich regelmässig. Am liebsten passiert das draussen, möglichst nah am Wohnort. Dafür braucht es Wege, die vernetzt und sicher sind. Damit das gelingt, ist dieser Anspruch früh in die Siedlungsplanung einzubeziehen. Denn der Raum wird immer knapper, auch für Sport und Bewegung. Wie geht man am besten vor?

Zukunft Wohnen: Den Bestand nachhaltig nutzen und transformieren

Bezahlbar, barrierefrei und schön im Alter wohnen – das ist das Bedürfnis vieler Menschen. Doch die wachsende und alternde Bevölkerung und der Klimawandel stellen uns vor grosse Herausforderungen. Wir müssen unsere Bauweise überdenken und bestehende Gebäude effizienter nutzen. Anstatt neue Flächen zu verbrauchen, sollte neuer Wohnraum vor allem in bereits genutzten Gebieten und in bestehenden Gebäuden entstehen. Wie können wir diese diese Areale und Gebäude optimal nutzen und nachhaltig umgestalten?

Lokale Dienstleistungsangebote mitgestalten

Wir sind ständig unterwegs – Wir pendeln zur Arbeit, fahren in die Berge, besuchen Anlässe. Die Attraktivität und Echtheit der Regionen, die wir dabei erleben, wird von Menschen vor Ort geprägt. Sie bewahren Traditionen, organisieren Veranstaltungen, setzen Geschäftsideen um und sorgen für lebendige Regionen. Was Einheimische und Besuchende lokal für Produkte und Dienstleistungen ausgeben, spielt dafür eine wichtige Rolle. Welche Chancen entstehen für die Wirtschaft vor Ort, wenn sich Menschen in ihren Quartieren, Dörfern oder Gemeinden engagieren?

Regionale Ernährungssysteme nachhaltiger gestalten

Können die Nahrungsmittelproduktion, die Förderung der Artenvielfalt und der Klimaschutz ineinandergreifen? Bisher ist das noch selten der Fall. Wir möchten das ändern und Lösungen dafür entwickeln und erproben. Denn der begrenzte Raum erlaubt es nicht, Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Artenvielfalt auf getrennten Flächen zu verwirklichen - es braucht themenübergreifende Ansätze.