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Regionale Ernährungssysteme nachhaltiger gestalten

Können die Nahrungsmittelproduktion, die Förderung der Artenvielfalt und der Klimaschutz ineinandergreifen? Bisher ist das noch selten der Fall. Wir möchten das ändern und Lösungen dafür entwickeln und erproben. Denn der begrenzte Raum erlaubt es nicht, Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Artenvielfalt auf getrennten Flächen zu verwirklichen - es braucht themenübergreifende Ansätze.

FruchtBar Luzern-Malters: Agroforst trifft Getränkedesign

Im Projekt «FruchtBar» wird ein neues Getränk entwickelt, das hauptsächlich regional angebautes Obst beinhaltet. Das Obst stammt aus vielfältigen Feldobstbaum-Kulturen. Fünf Landwirtschaftsbetriebe erproben die Diversifizierung der Feldobstbaum-Kulturen. Weitere Betriebe können sich diesen Pionier-Betrieben anschliessen. Als Resultat entstehen vielfältige Agroforstsysteme, die die Biodiversität und den Klimaschutz fördern. Die Ergebnisse können mittels Videos, Texten und Veranstaltungen vermittelt werden, damit andere Regionen und die Bevölkerung dieses Modell einer Wertschöpfungskette kennenlernen.

Wädi2030: Biodiversität, Klimaresilienz und Ernährung für Wädenswil

Das Projekt «Wädi2030» zeigt, wie klimaresiliente, standortgerechte Lebensmittel auf städtischen und privaten Flächen produziert werden können, die auch der Biodiversität zugutekommen. Stadt, Landwirte, Beratung und Forschung arbeiten zusammen, um Pilotflächen zu planen und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu vermarkten. Methoden und Regeln werden standardisiert und dokumentiert, damit andere Städte das Modell übernehmen können. Ziel ist eine klimaresiliente, standortgerechte Produktion, die ökologische Vorteile mit ökonomischer Tragfähigkeit verbindet und die regionale Vermarktung unterstützt.

Féveallis – Aufbau einer Bio-Wertschöpfungskette für Getreide und Ackerbohnen im Wallis

Das Projekt baut im Wallis eine Bio-Wertschöpfungskette für Getreide und Hülsenfrüchte auf, insbesondere für Ackerbohnen. Es stützt sich dabei auf lokale Sorten, die an die alpinen Bodenverhältnisse angepasst sind. Pionierinnen und Pioniere testen die Kulturen, Partnerinnen und Partner aus der Verarbeitung und der Gemeinschaftsverpflegung entwickeln neue Produkte und bauen ein regionales Netzwerk auf. Ziel ist eine nachhaltige und reproduzierbare Wertschöpfungskette, die die Biodiversität, die Gesundheit und die lokale Herkunft stärkt und als Vorbild für andere Regionen dient.

Food Quartiere Basel – Ernährungsumgebungen gestalten

Das Projekt «Food Quartiere» hilft dabei, in der Region Basel bessere Bedingungen für nachhaltige Ernährung zu schaffen. Auf der Produktionsseite werden Einkaufsgemeinschaften aufgebaut, die Produzentinnen und Produzenten mit Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Handel verbinden und regionale Wertschöpfungsketten stärken. Es wird auch geschaut, ob regionale «Food Hubs» aufgebaut werden sollen - das sind Orte, an denen Lebensmittel gesammelt, gelagert und verteilt werden. In den Quartieren setzen Betriebe freiwillige Zielvereinbarungen um, die nachhaltige Entscheidungen erleichtern, etwa wie Produkte platziert oder angeboten werden, damit es für Menschen einfacher wird, gesunde und nachhaltige Lebensmittel zu wählen. Das Projekt entwickelt dabei ein Modell, das auch in anderen Teilen der Schweiz genutzt werden kann, um die Ernährung zukunftsfähiger zu machen.

Ernährungssystem Biel: interkantonale Modellregion nachhaltige Ernährung

In der Region Biel entsteht eine interkantonale Modellregion für nachhaltige Ernährung. Ziel ist die Unterstützung beim Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten für Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Mittels Workshops und wissenschaftlicher Begleitung werden Strukturen analysiert, Lösungen entwickelt und die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette gestärkt. Das Vorhaben fördert die Biodiversität, reduziert Treibhausgase und stärkt die regionale Wertschöpfung. Ergebnisse werden in Leitfäden und Empfehlungen sowie digital zugänglich gemacht und sollen auf andere Regionen übertragbar sein.