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Siedlungsraum sport- und bewegungsfreundlich planen

Im Wald joggen, biken oder spazieren, mit dem Velo zur Arbeit radeln oder auf der Quartierstrasse spielen – viele von uns treiben Sport oder bewegen sich regelmässig. Am liebsten passiert das draussen, möglichst nah am Wohnort. Dafür braucht es Wege, die vernetzt und sicher sind. Damit das gelingt, ist dieser Anspruch früh in die Siedlungsplanung einzubeziehen. Denn der Raum wird immer knapper, auch für Sport und Bewegung. Wie geht man am besten vor?

Region Morges – aktiver Raum

Die Region Morges hat ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um körperliche Aktivität in die Raumplanung zu integrieren. Das Projekt macht eine räumliche Bestandsaufnahme des Angebots an Einrichtungen und Flächen, die zu körperlicher Aktivität beitragen. Mit einem partizipativen Ansatz sollen Nutzungsgewohnheiten und Bedürfnisse der Bevölkerung erfasst werden. Das Ergebnis der Analyse wird eine dynamische Karte sein, die Auskunft gibt über Ungleichheiten beim Zugang, Hindernisse, Synergien und gemeinsame Nutzungen. Anschliessend wird ein Regionalplan entwickelt, um anhand von Einrichtungen, die über reine Sportinfrastrukturen hinausgehen, Bewegung zu fördern.

Lebendige Treppen- Freiburg, Lausanne und Montreux

Das Projekt «Es lebe die Treppe» bringt die Treppen in Montreux, Lausanne und Freiburg ins Spiel für körperliche Aktivität, Mobilität und das soziale Leben. Es ist als Labor konzipiert und will kulturelle Veranstaltungen und gestalterische Eingriffe an den Treppen durchführen, um sie zu attraktiven und geselligen Orte zu entwickeln. Je nach Standort werden die Kultur, Kulturerbe, Barrierefreiheit oder die Attraktivität des Schulwegs ein Thema sein. Der Ansatz ist interdisziplinär und partizipativ. Die Ergebnisse des Projekts fliessen in die Gestaltung weiterer Treppen ein. Praktiken, die sich bewährt haben, werden vermittelt und können andere Stadtteile dazu inspirieren, Bewegung und soziale Kontakte zu fördern.

Aktives Bioggio von Talflanke zu Talflanke

«Aktives Bioggio von Talflanke zu Talflanke» zielt darauf ab, die beiden Seiten des Vedeggio-Tals nordwestlich von Lugano wieder miteinander zu verbinden. Das Projekt soll die Lebensqualität verbessern und Bewegung, körperliche Aktivität sowie Begegnungen fördern. Dies soll erreicht werden, indem die historische Poststrasse zum Rückgrat eines besser zugänglichen und inklusiveren Gebiets wird. Mittels Erkundungen, Tests und Projektierung mit der Gemeinschaft entsteht ein ökologisches und generationsübergreifendes Netz. Das Projekt soll modellhaft für andere fragmentierte Räume übertragbar sein.

Bewegung macht Stadt: Eine Fitness-City für Chur, Regensdorf und Zug

Das Modellvorhaben Fitness-City interpretiert den öffentlichen Raum neu und treibt seine Transformation zu einem frei zugänglichen Ort für Sport, Bewegung und soziale Begegnung im direkten Wohnumfeld voran. Im Fokus stehen Sport, Bewegung und Begegnung jenseits genormter Anlagen - spontan, ungebunden und offen für alle. Darin sieht die Fitness-City eine zentrale Grundlage für Gesundheit und Lebensqualität im Alltag. In drei Pilotstädten und -gemeinden in den Kantonen Graubünden, Zug und Zürich werden innovative Ansätze und Konzepte gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickelt und vor Ort erprobt. Ziel des Modellvorhabens ist es, ein übergeordnetes Gesamtkonzept Fitness-City zu erarbeiten und zugleich eine praxisorientierte Anleitung für die Umsetzung in Schweizer Städten und Gemeinden bereitzustellen.