Schwerpunkte: Klima, nachhaltiger Verkehr und Alpenstädte

Klima, nachhaltiger Verkehr und Alpenstädte – diese drei Schwerpunkte hat die Schweiz für ihren Vorsitz der Alpenkonvention gewählt. Zu diesen Themen finden 2021 und 2022 verschiedene Veranstaltungen und Projekte statt.

Der rote Faden, der sich durch die beiden Vorsitzjahre zieht, ist das Klima. Die Schweiz wird sich für einen nachhaltigen Verkehr einsetzen, nachhaltiges Bauen und Sanieren im Alpenraum fördern sowie aufzeigen, wie sich Alpenstädte mit raumplanerischen Massnahmen an den Klimawandel anpassen können.

Klima

Die Alpenkonvention hat sich mit dem Alpinen Klimazielsystem 2050 und dem Klimaaktionsplan 2.0 klimaneutrale und klimaresiliente Alpen 2050 zum Ziel gesetzt. Die Schweiz trägt dazu bei, dieses Ziel zu erreichen und sieht dafür verschiedene Projekte vor, darunter die alpenweite Aktion «Klimastunde», eine Konferenz zu klimavernünftigem Bauen und Sanieren in den Alpen und eine «Klimawoche» als Abschluss des Vorsitzes.

Klimastunde 2021

Klimastunde 2022

Alle können mit kleinen Aktionen zum Schutz des Klimas in den Alpen beitragen! Deshalb führt der Schweizer Vorsitz der Alpenkonvention in Zusammenarbeit mit dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention am 5. Juni die zweite Ausgabe der alpenweiten «Klimastunde» am Weltumwelttag durch. 

Weitere Informationen auf der Webseite der Alpenkonvention

Nachhaltiger Verkehr

In den Alpen wird gelebt, gearbeitet und die Freizeit verbracht. Entsprechend hoch sind die Mobilität und die Ansprüche an die Kapazität der Verkehrsnetze. Zugleich sind die Alpen ein hochsensibler Naturraum. Um die Belastung für die Umwelt so gering wie möglich zu halten, müssen wir den Verkehr ressourcenschonender gestalten und die Sensibilität für die naturräumlichen Besonderheiten der Alpen erhöhen. Während des Vorsitzes sieht die Schweiz deshalb Aktivitäten zum Fahrradtourismus, zu nachhaltigem Reisen von Jugendlichen und zum alpenquerenden Güterverkehr vor.

Tourenvelofahrerin

MoVe the Alps – Tagung zum Velotourismus im Alpenraum

Immer mehr Menschen verbringen ihre Ferien auf dem Velo. Dies birgt zugleich Chancen und Risiken für den Alpenraum. An der Tagung «MoVe the Alps» diskutierten Expertinnen und Experten, wie der Velotourismus klimaschonend gefördert werden kann.

MoVe INN now

MoVe INN now – Umweltbildung entlang des Inns

Insgesamt achtzig Kinder und Jugendliche aus dem Engadin, Tirol und aus Bayern fahren mit dem Velo dem Inn entlang. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen so die ökologische Bedeutung dieses Alpenflusses näher kennen.

Alpenstädte

Die Schweizer Präsidentschaft möchte in den städtischen Räumen der Alpen neue Akzente setzen. Neben Umweltthemen will die Schweiz dabei auch soziale Fragen thematisieren. Der «Alpenzustandsbericht» soll neue Einsichten zu Alpenstädten, deren Bedeutung für das alpine Umland und deren Entwicklungsperspektiven aufzeigen. Gemeinsam mit Alpenstädten und weiteren Partnern lanciert die Schweiz ausserdem das Projekt «Climate Action in Alpine Towns», das Klimamassnahmen zusammen mit der Bevölkerung fördert. Das Alpine Towns Blog der Alpenkonvention informiert über interessante Projekte, neue Erkenntnisse und laufende Entwicklungen zu Alpenstädten. Der Alpenzustandsbericht wird nach dessen Fertigstellen ebenso dort publiziert.

Alpenstädte: Der Kajzer-Park in Idrija (Slowenien)

Der Kajzer-Park in Idrija (Slowenien) ist eine ehemalige Bergbaustätte, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Industriebrache rund um die denkmalgeschützten Gebäude besteht aus kontaminierten Böden durch den Minenbetrieb. Idrija will mit dem Pilotprojekt der Territorial Agenda 2030 «Climate Action in Alpine Towns» die Gelegenheit nutzen, das Gebiet zu revitalisieren und klimaresistent zu machen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in anderen Teilen der Stadt umgesetzt werden.

Constructive Alps

Der internationale Architekturpreis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen «Constructive Alps» trägt seit seiner Gründung 2011 dazu bei, die Alpenkonvention und deren Klimaaktionsplan umzusetzen. Zum zehnjährigen Jubiläum des Architekturwettbewerbs hat die Schweiz letzten Juni eine Online-Konferenz zu nachhaltigem Sanieren und Bauen in den Alpen organisiert und zu diesem Anlass auch bereits die Durchführung einer sechsten Runde «Constructive Alps» angekündigt.

Im Rahmen ihres Vorsitzes 2021/22 engagiert sich die Schweiz noch stärker für den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit alpiner Architektur. Klimafreundliches Bauen ist – im Einklang mit sozialen Aspekten – ein Schlüssel für eine Zukunft mit hoher Lebensqualität. Die innovativen ​Bauten, die in den letzten Ausgaben ausgezeichnet wurden, sind in der Wanderausstellung «Constructive Alps» zu sehen. Die aktuellen Standorte finden Sie hier.

Mehrfamilienhaus Ghiringhelli, Bellinzona

Constructive Alps - 6. Ausgabe

Im Rahmen der Schweizer Präsidentschaft der Alpenkonvention wird 2022 die 6. Ausgabe des Architekturwettbewerbs «Constructive Alps» durchgeführt. Architektinnen und Architekten haben 237 Projekte eingereicht; die Jury wird diese anhand verschiedener Schwerpunkte beurteilen und eine Auswahl vor Ort besuchen.

Kontakt

Bundesamt für Raumentwicklung ARE

Sektion Internationales

Alpenkonvention

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