Anpassung an den Klimawandel

Nebst den unverzichtbaren Massnahmen zur Senkung des Treibhausgasausstosses rückt die Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels in den Vordergrund. Der Bundesrat gab am 26. August 2009 den eidgenössischen Departementen UVEK, EDI, EFD, EVD und VBS den Auftrag, die klimabedingten Risiken in der Schweiz zu analysieren und eine Strategie zur Anpassung an die Klimaänderung zu erstellen.

Das ARE erarbeitete im Rahmen der Anpassungsstrategie des Bundesrates eine Strategie für die Raumentwicklung, die den Handlungsbedarf für die Raumentwicklung, entsprechende Anpassungsziele, Handlungsmöglichkeiten als auch konkrete Massnahmen aufzeigt und festlegt.

Zur Unterstützung der Kantone, Regionen und Gemeinden beim Umgang mit den neuen Herausforderungen hat das BAFU das Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» lanciert. Beteiligt sind die Bundesämter für Bevölkerungsschutz BABS, Gesundheit BAG, Landwirtschaft BLW, Raumentwicklung ARE sowie für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV.

Das Pilotprogramm stellt für das ARE eine wichtige Umsetzungsmassnahme der Anpassungsstrategie dar. Es unterstützt im Rahmen des Pilotprogramm „Anpassung an Klimawandel" drei Pilotprojekte in dem Themencluster Grössere Hitzebelastung (Pilotprojekt "stadtklimatische Anliegen in städtischen Hochbauten", Pilotprojekt "lokalklimaangepasste Gestaltung privater Bauvorhaben und Arealentwicklungen: Areal Bahnhof Regensdorf Nord" sowie das Pilotprojekt "Serrières,√ers une fraicheur de vivre").

 

Hitze in Städten

Durch die Beschattung mit Bäumen lässt sich die Überhitzung von Strassen, Parkplätzen oder Wartebereichen von Bus- und Tramlinien besonders wirksam bekämpfen. Im Schatten von Bäumen kann es bis zu 7 Grad Celsius kühler sein als an der Sonne.

Mit zunehmender Verdichtung der Städte besteht die Gefahr, dass Grünflächen verschwinden. Bei geringem Platzangebot können vertikale Begrünungssysteme wie Fassadenbegrünungen oder vertikale Parks eingesetzt werden.

Auch Wasser wirkt sich positiv auf das Stadtklima aus. Die kühlende Wirkung ist bei bewegtem Wasser besonders gross. Gegen Hitzeinseln sind deshalb Teiche, Bäche und Brunnen wichtige Massnahmen vor allem, wenn sie zugänglich sind.

Versiegelte Flächen sind eine der Hauptursachen für den städtischen Hitzeinseleffekt. Mit bestimmten Baumaterialien wie Rasengittersteinen oder bestimmten Strassenbelägen wie Schotter und Kies kann die Durchlässigkeit der Böden teilweise wiederhergestellt werden. Mit dem von Dächern, Strassen und Wegen abfliessenden Regenwasser lässt sich der zusätzliche Bewässerungsbedarf für Bäume und Grünflächen zumindest teilweise decken. Es kann in unterirdischen Behältern gespeichert werden. Damit wird gleichzeitig das Risiko von Überschwemmungen nach Starkniederschlägen vermindert, das in Städten aufgrund der Bodenversiegelung gross ist.

In der Publikation "Hitze in Städten - Grundlagen für eine klimaangepasste Stadtentwicklung" werden Grundlagen, Strategieansätze sowie Beispiele aus der Schweiz und anderen europäischen Ländern vorgestellt:

Hitze in Städten (PDF, 10 MB, 28.11.2018)Grundlagen für eine klimagerechte Stadtentwicklung.

https://www.are.admin.ch/content/are/de/home/laendliche-raeume-und-berggebiete/strategie-und-planung/anpassung-an-den-klimawandel.html