Der Bund als Vorbild

Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen (CSR: Corporate Social Responsibility) ist in der Strategie Nachhaltige Entwicklung (SNE) des Bundes verankert. Der Bund erwartet von den Unternehmen, dass sie ihre gesellschaftliche Verantwortung im In- und Ausland wahrnehmen, und zwar sowohl durch die Entwicklung von nachhaltigkeitsorientierten Geschäftsstrategien und Produkten als auch durch die Anwendung von Normen und Standards im Bereich des sozial- und umweltverantwortlichen Handelns. Der Bundesrat will die CSR‑Prinzipien in Zukunft weiter stärken und auch die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand in diesem Bereich verbessern. Der Bund ist dementsprechend bestrebt, mit dem guten Beispiel voran zu gehen und die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung auch bei den eigenen Aktivitäten anzuwenden.

Der Bund als Vorbild

Experten haben in einer Bestandsaufnahme festgehalten, inwiefern der Bund seine gesellschaftliche Verantwortung als Arbeitgeber, Ressourcenverbraucher, Unternehmenseigner und Anleger wahrnimmt. In einer zweiten Phase haben sie ausserdem die Funktion des Bundes als Beschaffer eingehend analysiert. Diese Untersuchungen basieren auf den Grundsätzen des Globalen Pakts der Vereinten Nationen (UNGC: United Nations Global Compact). Der Expertenbericht zeigt auf, dass sich der Bund in Sachen CSR auf hohem Niveau bewegt. Besonders gut schneidet er als Arbeitgeber ab. Ebenfalls eine gute Bewertung erzielt er als Eigner und Ressourcenverbraucher. Das grösste Optimierungspotenzial besteht für den Bund in seiner Rolle als Anleger: wünschenswert ist eine noch systematischere Berücksichtigung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien. Die zweite Analyse stellt fest, dass der Bund in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Anstrengungen in Richtung nachhaltige Beschaffung gemacht hat. So verfügt er mittlerweile über ein reichhaltiges Instrumentarium, um seine Beschaffungen nach den CSR‑Kriterien auszurichten. Er ist allerdings erst auf dem Weg, seiner Vorbildrolle gerecht zu werden. Hierfür müssen noch verschiedene Lücken geschlossen werden, und zwar sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene.

Die Berichte definieren daher zusätzliche Optimierungsmassnahmen für eine verstärkte Verankerung der CSR‑Kriterien in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen des Bundes. Sie werden für die Arbeiten in diesem Bereich richtungsweisend sein, insbesondere was die Sensibilisierung angeht. So ist für diesen Herbst die Publikation einer Broschüre über die CSR geplant. Gleichzeitig wird der Bundesrat auch über die Ergebnisse informiert werden, die danach in die Arbeiten zur Erneuerung der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2020-2023 einfliessen sollen.

https://www.are.admin.ch/content/are/de/home/nachhaltige-entwicklung/programme-und-projekte/csr.html