Stadtzentren stärken: Verkehrsentlastung im «Jurabogen» (BE, JU, NE und VD)

Wie können wir Stadtzentren vom täglichen Pendlerverkehr entlasten? Und wie können wir die lokale Wirtschaft und öffentliche Räume an diesen Orten wiederbeleben? Die Erfahrungen von fünf Pilotgemeinden des Städtenetzwerks «Jurabogen» sollen Antworten liefern und aufzeigen, wie es gelingt, die Attraktivität von Stadtzentren wieder zu stärken.

4.4 Jurabogen
Die Erfahrungen von fünf Pilotgemeinden des Städtenetzwerks «Jurabogen» sollen aufzeigen, wie es gelingt, die Attraktivität von Stadtzentren wieder zu stärken.
Quelle: Reto Duriet

Mehr als die Hälfte der Pendler/-innen in der Schweiz fahren mit dem Auto zur Arbeit. Die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sind gemeinhin bekannt. Eine aktuelle Westschweizer Studie (2019) zeigt zudem auf, dass der motorisierte Pendlerverkehr insbesondere die Stadtzentren überlastet und in hohem Masse wirtschaftlich schwächt. Davon betroffen ist auch das Städtenetzwerk «Jurabogen», zu dem 15 Städte und Gemeinden gehören.

Um diese Situation zu entschärfen und die Stadtzentren wieder mit neuem Leben zu füllen, setzt das Modellvorhaben auf folgende Kombination: Erstens soll der Pendlerverkehr reduziert werden. Zweitens soll der dadurch zurückgewonnene öffentliche Raum attraktiver gestaltet werden, um die Wohn- und Lebensqualität und die wirtschaftliche Attraktivität sowie das Image der Zentren zu stärken.

Pendlerverkehr reduzieren – Strassen, Plätze und Zentren neu beleben

Um den Pendlerverkehr zu reduzieren, werden verschiedene Lösungen angestrebt wie z.B. Unterstützung der Unternehmen, damit sie Mobilitätspläne einführen oder damit ihre Mitarbeitenden nahe beim Arbeitsort wohnen, Förderung von alternativen Mobilitätsformen und Sensibilisierung der Unternehmen für die Umweltbelastung durch ihren Pendlerverkehr.

Dank der Verkehrsverlagerung eröffnen sich für die künftige Nutzung des öffentlichen Raums in den Stadtzentren neue Chancen. In mehreren Pilotstädten des «Jurabogens» werden raumplanerische Massnahmen getestet, um die Neugestaltung von Plätzen zu begleiten und zu orientieren oder um den Langsamverkehr zu fördern.

Lösungsansätze im Städtenetzwerk koordinieren

Das Modellvorhaben beleuchtet bisher wenig dokumentierte Wechselwirkungen zwischen Pendlerverkehr und Attraktivität der Zentren für Wirtschaft und Wohnen. Es fördert die horizontale (unter den Gemeinden) und die vertikale (zwischen Gemeinden und Kanton) Zusammenarbeit im «Jurabogen», der als «Funktionsraum» betrachtet wird. Die Erfahrungen in diesem Raum sollen auf andere Gemeinden übertragbare Lösungsansätze formulieren. Ein «Best Practice»-Leitfaden soll diese zusammenfassen.

Letzte Änderung 01.04.2020

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