Das ARE sucht innovative Ideen zur nachhaltigen Entwicklung von Quartieren

Ittigen, 29.05.2015 - Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) lädt dazu ein, Projekte zur nachhaltigen Quartierentwicklung einzureichen. An der Ausschreibung können Städte, Gemeinden und Kantone teilnehmen.

Die Ausschreibung lanciert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) im Rahmen seines Förderprogramms Nachhaltige Entwicklung. Besonders innovative Vorhaben können mit Beiträgen von jeweils 10 000 bis 15 000 Franken rechnen. Unterstützt werden Projekte zur Steigerung der Lebensqualität in Quartieren. Dabei geht es etwa um generationenübergreifendes Zusammenleben, Kulturangebote und Freiräume. Ebenfalls erwünscht sind Vorhaben, die dazu beitragen, die Steuerung von Prozessen zu verbessern (Gouvernanz, Partizipation von Einheimischen sowie Migrantinnen und Migranten oder von Immobilienfirmen und Mieterschaft etc.).

Im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Entwicklung, das seit 2001 existiert, wurden bislang rund 360 Projekte unterstützt. Das Programm versteht sich als Starthilfe für Vorhaben, die für die Umsetzung reif sind und sich positiv auf eine nachhaltige Entwicklung auswirken. Das Förderprogramm setzt in der Ausschreibung 2015 auf der Ebene des Quartiers an. Quartiere sind gegenwärtig in besonderem Masse herausgefordert: Die Siedlungsentwicklung nach innen, der demografische Wandel oder die zunehmende soziale und kulturelle Durchmischung sind in den Quartieren unmittelbar zu spüren. Auf dem überschaubaren Raum des Quartiers lassen sich diese Herausforderungen mit den Ansätzen der nachhaltigen Entwicklung besonders gut angehen. Die Ausschreibung ist ein Beitrag des Bundes zur europäischen Nachhaltigkeitswoche, die vom 30. Mai bis 5. Juni 2015 stattfindet.

Projektanträge müssen bis 30. September 2015 eingereicht werden. Die Projekte müssen spätestens im Januar 2016 beginnen und nach höchstens 12 Monaten abgeschlossen sein.

Was nachhaltige Entwicklung ist
Nachhaltige Entwicklung kann vereinfacht mit dem Drei-Dimensionen-Konzept dargestellt werden. Die drei Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft stehen in Wechselwirkung. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Prozesse sind vernetzt und beeinflussen sich gegenseitig. Dabei ist die Entwicklung nur dann nachhaltig, wenn sie die Bedürfnisse zukünftiger Generationen nicht beeinträchtigt. Werden etwa Ressourcen überbeansprucht, schränkt dies die Entwicklung folgender Generationen ein. Auch ist eine Entwicklung nur dann langfristig stabil, wenn allen Menschen das gleiche Recht auf die Nutzung der vorhandenen Ressourcen zugestanden wird.


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