Bund fördert Projekte zur nachhaltigen Ernährung

Ittigen, 03.02.2017 - Der Bund unterstützt dieses Jahr im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Entwicklung zwanzig Projekte. Einen Schwerpunkt bildet dabei die nachhaltige Ernährung. Die Unterstützung fügt sich in die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundesrats ein und trägt zur Umsetzung der Agenda 2030 der UNO bei.

Das Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung zielt darauf ab, Projekte zu unterstützen, die auf lokaler Ebene zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Im Rahmen des Förderprogramms 2016 reichten Vereine, Stiftungen, aber auch Gemeinden und Kantone aus allen Landesteilen insgesamt fünfzig Projekte ein, wovon zwanzig Projekte mit rund 340 000 Franken unterstützt werden. Vierzehn Projekte widmen sich dem diesjährigen Schwerpunkt «Nachhaltige Ernährung»; so etwa mit der Stärkung von lokalen Produkten in der Gemeinschaftsgastronomie oder mit dem Aufbau von Gemeinschaftsgärten. Die anderen Projekte befassen sich beispielsweise mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt oder der Generationenfrage, indem die Bedürfnisse für ein Generationenhaus abgeklärt werden. Die geförderten Projekte zeichnen sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus, der wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt sowie Mitgestaltungsmöglichkeiten für breite Kreise der Bevölkerung ermöglicht. Dreizehn Projekte werden bis Ende 2017 in der Deutschschweiz, fünf in der Romandie und zwei im Tessin umgesetzt. Vierzehn Projekte werden in den Gemeinden Bellinzona, Bülach, Grabs, Lausanne, Luzern, Morbio Inferiore, Mörschwil, Münchenstein, Orbe, Siselen, Wergenstein, Winterthur und Zürich umgesetzt. Die Kantone Aargau, Basel Stadt, Waadt und Wallis betreuen je ein Projekt, zwei Projekte werden in mehreren Kantonen umgesetzt.

Neu finanzieren seit 2016 das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und die Eidgenössische Migrationskommission (EKM) gemeinsam das Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung. Die gemeinsame Ausschreibung erfolgte mit dem Ziel, die Beteiligung der Bevölkerung zu stärken. Die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UNO können nur erreicht werden, wenn alle Beteiligten sich für die nachhaltige Entwicklung engagieren.

Die nächste Ausschreibung erfolgt im März 2017 und richtet sich an Kantone, Städte und Gemeinden, die Projekte im Rahmen der Agenda 2030 umsetzen möchten. Die Teilnahmekriterien werden auf der Website des ARE publiziert werden.

KASTEN:
Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung

Seit 2001 hat das ARE knapp vierhundert Projekte zu Themen wie öffentliche Beschaffung, sozialer Zusammenhalt, Bildung, Nachhaltigkeitsprozesse oder Projektbeurteilungen unterstützt. Das Programm fügt sich in die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Bundesrates 2016-2019 ein. Im internationalen Kontext trägt das Förderprogramm zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UNO bei, die die Staatengemeinschaft (darunter auch die Schweiz) im September 2015 verabschiedet hat. Teil der Agenda 2030 ist ein weltweiter Aktionsplan, der 17 Ziele umfasst und zur weltweiten Entwicklung, zum Wohlergehen aller Menschen und zum Schutz der Umwelt beitragen soll.


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