Raumkonzept Schweiz

Das Raumkonzept Schweiz ist ein Orientierungsrahmen und eine Entscheidungshilfe für die künftige Raumentwicklung der Schweiz. Es ist das erste Strategiedokument in der Schweizer Raumentwicklung, das von allen Staatsebenen gemeinsam entwickelt und getragen wird.

Das Raumkonzept Schweiz stellt eine gemeinsame Strategie für eine nachhaltige Raumentwicklung vor, welche das partnerschaftliche Denken und Planen in Handlungsräumen in den Vordergrund stellt.
Das Raumkonzept Schweiz stellt eine gemeinsame Strategie für eine nachhaltige Raumentwicklung vor, welche das partnerschaftliche Denken und Planen in Handlungsräumen in den Vordergrund stellt.

Vertreter und Vertreterinnen von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden haben sich darin auf grundsätzliche Ziele und Strategien geeinigt, die alle drei Staatsebenen gleichermassen verfolgen sollen. Das Raumkonzept soll den Behörden aller Stufen künftig als Orientierungshilfe dienen, wenn sie Siedlungen, Verkehrs- und Energieinfrastrukturen planen, Landschaften gestalten oder weitere Tätigkeiten ausüben, die den Raum beeinflussen.

Gemeinsam handeln

Das Raumkonzept Schweiz ist juristisch unverbindlich. Es setzt indes auf die freiwillige Zusammenarbeit von Behörden und Privaten, um Siedlungen und ihre Infrastrukturen geordnet, mit weniger Bodenverbrauch und wirtschaftlich tragbar zu entwickeln. Auch nachfolgende Generationen sollen von attraktiven Siedlungen, vielfältigen Landschaften und einer soliden Wirtschaft profitieren.

Alle Akteure in der Raumentwicklung, von der Gemeinde- über die Kantons- bis zur Bundesebene, sollen an einem Strick ziehen. Mit drei gesamtschweizerischen Strategien zeigt das Raumkonzept auf, wie die Behörden die Zusammenarbeit verbessern, Siedlungen und Landschaften aufwerten und Raumentwicklung, Verkehr und Energie aufeinander abstimmen können.

Planen und Umsetzen in Handlungsräumen

Weil heute viele Schweizer und Schweizerinnen täglich zwischen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Einkaufen die Gemeinde-, Kantons- oder gar Landesgrenzen überqueren, schlägt das Raumkonzept Schweiz ein Planen und Handeln in überregionalen Handlungsräumen vor.

Es unterscheidet zwölf solcher Handlungsräume: vier grossstädtisch geprägte (Zürich, Basel, Métropole Lémanique und die Hauptstadtregion Schweiz), fünf klein- und mittelstädtisch geprägte (Luzern, Città Ticino, Jurabogen, Aareland, Nordostschweiz) sowie drei alpine Handlungsräume (Gotthard, Westalpen und Ostalpen). Das Raumkonzept skizziert die zwölf Räume und deren Herausforderungen und führt jeweils spezifische, strategische Stossrichtungen für die räumliche Weiterentwicklung auf.

Produkt der drei Staatsebenen

Das Raumkonzept Schweiz ist ein Meilenstein in der Schweizer Raumentwicklung, denn Bund, Kantone, Städte und Gemeinden haben es in einem mehrjährigen, partizipativen Prozess gemeinsam erarbeitet.

Schliesslich haben der Bundesrat, die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), der Schweizerische Städteverband (SSV) und der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) das Raumkonzept Schweiz im Jahr 2012 als Orientierungshilfe für ihre raumwirksamen Tätigkeiten verabschiedet. Gleichzeitig luden sie die Bundesstellen, die Kantone, Städte und Gemeinden der Schweiz ein, ihre Tätigkeiten künftig am Raumkonzept Schweiz zu orientieren.

Partner

Konferenz der Kantonsregierungen KdK

Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK

Schweizerischer Städteverband SSV

Schweizerischer Gemeindeverband SGV

https://www.are.admin.ch/content/are/de/home/raumentwicklung-und-raumplanung/strategie-und-planung/raumkonzept-schweiz.html