Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030

In seiner Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) zeigt der Bundesrat auf, welche Schwerpunkte er für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in den nächsten zehn Jahren setzen will. Die SNE 2030 und der dazugehörige Aktionsplan 2021-2023 wurden vom Bundesrat am 23. Juni 2021 verabschiedet.

Landschaftsbild mit Fluss, Strassen, Landwirtschafts- und Siedlungsflächen in der Schweiz.
Blick über Honau im Luzerner Reusstal Richtung Pilatus
© Gerry Pacher

In der SNE 2030 legt der Bundesrat die Leitlinien seiner Nachhaltigkeits-politik fest und verankert nachhaltige Entwicklung als eine wichtige Anforderung für alle Politikbereiche des Bundes. Die Strategie ist neu auf zehn statt wie bisher auf vier Jahre ausgelegt. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) mit ihren 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) bildet dabei den Referenzrahmen.

Die SNE 2030 ist in erster Linie ein Instrument zur Koordination zwischen den Politikbereichen und wirkt insbesondere darauf hin, die zahlreichen sektoriellen Aktivitäten des Bundes verstärkt auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten. Als transversale Strategie formuliert sie Leitlinien für die Bundespolitik und legt Ziele bis 2030 sowie innen- und aussenpolitische strategische Stossrichtungen mit entsprechenden politischen Schwerpunkten fest. Alle Bundesstellen sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zur Umsetzung der Agenda 2030 und der SNE 2030 beizutragen und die darin festgehaltenen Grundsätze und Ziele in ihre ordentlichen Planungs-, Budget- und Politiksteuerungsprozesse zu integrieren.

Die Strategie setzt die Prioritäten der Nachhaltigkeitspolitik des Bundesrats in jenen Themen, in denen für die Umsetzung der Agenda 2030 auf Bundesebene ein besonderer Handlungs- und Abstimmungsbedarf zwischen Politikbereichen besteht. Aus diesem Grund hat der Bundesrat die drei Schwerpunktthemen «nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion», «Klima, Energie und Biodiversität» und «Chancengleichheit und sozialer Zusammenhalt» festgelegt.

Die Strategie legt zudem dar, wie die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft, der Finanzmarkt sowie der Bereich der Bildung, Forschung und Innovation die nachhaltige Entwicklung als Treiber vorwärtsbringen können und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Schliesslich definiert sie auch den Beitrag des Bundes in seiner Vorbildfunktion.

Zahlreiche bestehende Strategien, Aktionspläne und Massnahmen in allen Politikbereichen leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 und der SNE 2030. Ergänzend dazu hat der Bundesrat einen Aktionsplan 2021-2023 zur SNE 2030 verabschiedet. Dieser ergänzt die bestehenden Instrumente des Bundes gezielt durch weitere Massnahmen in Bereichen, in denen noch Lücken bestehen oder bei denen es notwendig ist, verstärkt bereichsübergreifend zusammenzuarbeiten.

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