Veranstaltungen und Dokumente

Das Förderprogramm des Bundes unterstützt lokale, regionale und kantonale Akteure dabei, neue Ansätze für die nachhaltige Raumentwicklung zu erproben und stärkt Wissenstransfer und Vernetzung: Die Beteiligten der verschiedenen Staatsebenen tauschen sich ab Frühjahr 2020 wiederholt miteinander aus.

Neben dem regelmässigen Erfahrungsaustausch innerhalb der Themenschwerpunkte finden auch Veranstaltungen im Rahmen des Gesamtprogramms statt. Von den Erkenntnissen, Erfahrungen und guten Beispielen soll zudem ein möglichst breiter Kreis weiterer Akteure profitieren. Entsprechende Informationen werden hier auf der Website und über einen E-Newsletter bereitgestellt. Das Programm 2020-2024 wird nach Abschluss evaluiert mit dem Ziel, Erkenntnisse auf andere Regionen zu übertragen und die raumwirksamen Politiken des Bundes anzupassen und weiterzuentwickeln.



Midterm Conference: Halbzeit der Programmperiode

Am 29. Juni 2022 fand die «Midterm Conference» der Programmperiode 2020-2024 statt. Die Projektträgerinnen und Projektträger sowie die Begleitpersonen der acht involvierten Bundesämter trafen sich zu einem themenübergreifenden Erfahrungsaustausch in Biel.

In der aktuellen Programmperiode bestehen fünf Themenschwerpunkte (siehe Kasten), denen die Projekte zugeordnet sind. Innerhalb der thematischen Schwerpunkte fanden in den vergangenen zwei Jahren bereits mehrere Erfahrungsaustausche statt. Nun trafen sich die Projektträgerschaften sowie Vertretungen des Bundes erstmals physisch mit dem Ziel, sich über Themen hinweg auszutauschen und voneinander zu lernen.

Erkenntnisse aus der letzten Programmperiode

Die Wirkungsentfaltung der Modellvorhaben (MoVo) der letzten Periode ist auf Projektebene hoch, das zeigt die kürzlich publizierte Wirkungsanalyse der Programmperiode 2014-2018. Die horizontale als auch vertikale Zusammenarbeit wurde durch die Modellvorhaben gestärkt. Zudem konnten beinahe alle Projekte mittel- bis langfristig verankert werden.

Ein gutes Beispiel dafür ist das MoVo «Entwicklungspotenziale Bieler Genossenschaftssiedlungen» der Programmperiode 2014-2018. Dank einer Folgefinanzierung durch Europan konnte ein partizipativer Prozess in einem Quartier mit acht Genossenschaften durchgeführt werden. Sowohl die Vorstände als auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Genossenschaftssiedlungen entwickelten gemeinsam eine Vision 2050 für ihr Quartier.

Die Wirkungsanalyse zeigt aber auch, dass es kaum Hinweise darauf gibt, dass Ergebnisse von Dritten ausserhalb des Projektperimeters aufgegriffen wurden. Das Evaluationsteam empfiehlt deshalb, vermehrt in die Aufbereitung und Kommunikation der Projektergebnisse zu investieren und relevante Multiplikatoren für den Wissenstransfer intensiver einzubinden. Zudem solle der experimentelle Charakter und die Risikofreudigkeit des Programms beibehalten und verstärkt
werden.

Nutzung des kollektiven Erfahrungsschatzes

Interdisziplinäre Teams erarbeiten bekanntlich die besten Lösungen. Deshalb diskutierten die Projektträgerinnen und Projektträger gemeinsam mit den Bundesvertretungen Erfolgsfaktoren von Modellvorhaben. Folgende Erkenntnisse standen dabei im Fokus:

  • Die gemeinsame Definition von klaren Zielen ist äusserst wichtig. Auch wenn es zeitaufwändig ist, lohnt sich der Prozess. Nicht zu vernachlässigen ist dabei die Sprache – diese soll für alle Beteiligten verständlich sein.
  • Bei partizipativen Prozessen ist es zielführend Personen einzubeziehen, die Pioniere auf ihrem Gebiet sind und jene, die auch wirklich Zeit für die Beteiligung haben.
  • Im Bereich Kommunikation ist es essenziell, die Zielgruppen des Projekts zu kennen und sich zu überlegen, wie und mit welchen Botschaften diese erreicht werden können.
  • Es lohnt sich abzuklären, welche bestehenden Kommunikationskanäle genutzt werden können, bevor viel Arbeit in den Aufbau eigener Kanäle gesteckt wird.
  • Es soll klar kommuniziert werden, wer Ansprechperson für die Kommunikation gegen aussen ist.
  • Bestehende Organisationen können als Multiplikatoren von neuen Lösungen, Ansätzen und Tools agieren.
  • Gute Beispiele für den Wissenstransfer innerhalb des MoVo-Perimeters sind der Einsatz von Mentorinnen und Mentoren oder die Schaffung eines Rates (z.B. für Fragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung.
  • Um die Verstetigung eines Projektes zu gewährleisten, müssen Personen gefunden werden, die auch längerfristig Verantwortung übernehmen wollen.

Weitere Erkenntnisse aus der Diskussion finden Sie im Fotoprotokoll der Tagung.

Die Teilnehmenden der 31 Modellvorhaben haben an der «Midterm Conference» wichtige Erkenntnisse und neue Impulse gesammelt, die nun bei der Projektumsetzung in den nächsten zwei Jahren Anwendung finden.




Themenschwerpunkt "Landschaft ist mehr wert"

Informationen zu den Modellvorhaben des Themas

 

Weiterführendes zum Thema




Weiterführende Informationen

https://www.are.admin.ch/content/are/de/home/raumentwicklung-und-raumplanung/programme-und-projekte/modellvorhaben-nachhaltige-raumentwicklung/modellvorhaben/veranstaltungen-und-dokumente.html