Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung
Mit den Modellvorhaben fördert der Bund neue Ansätze und Methoden: Lokale, regionale und kantonale Akteure erhalten einen Anreiz, Lösungsideen in den vom Bund gesetzten Schwerpunkten zu entwickeln und vor Ort zu erproben. Das Erreichte sowie das Gelernte sollen verankert und Vorbild für andere Vorhaben werden.
Modellvorhaben 2025-2030
Zentrumsfunktionen in ländlichen Regionen und Berggebieten stärken
Einkaufen, einen Kaffee trinken, schnell zur Post oder zur Hausärztin gelangen – intakte Dorfzentren in ländlichen Gebieten und Bergregionen erleichtern den Alltag, stärken die lokale Wirtschaft und bieten Raum für Begegnungen. Besonders ältere Menschen sind auf diese Angebote angewiesen. Leider verlieren viele dieser Ortskerne zunehmend an Leben. Was ist zu tun, um die Dörfer von morgen zu stärken?
Die Modellvorhaben:
- Gesund im Alter: Ein Netzwerk für Sarnen und Umgebung
- Quartiere intergenerazionale di Breggia
- Renforcement et mise en réseau des fonctions de centralités villageoises du Grand Genève
- Integrierte Gesundheitsversorgung Region Luzern West – Vernetzt versorgt, digital verbunden
- Mobilitätsverträgliche Innenentwicklung Glarus
- Vernetzte Versorgung und Ortskernaufwertungen im Zürcher Oberland
Lebensqualität durch Biodiversität und attraktive Landschaften erhöhen
Sport treiben, mit dem Hund spazieren oder die Natur direkt vor der Haustür erleben – wir profitieren alle von naturnah gestalteten und miteinander vernetzten Freiräumen in unseren Siedlungen. Sie versprechen Abkühlung im Sommer, halten bei starken Niederschlägen das Wasser zurück und bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Trotz dieser Vorteile kommt das vernetzte Denken bei der Gestaltung von Natur- und Freiräumen im Siedlungsraum oft noch zu kurz.
Die Modellvorhaben:
- Vivai diffusi: uno strumento per la riqualifica delle aree industriali
- Entwicklungskonzept Stadtrandpark Winterthur
- Gestaltungscharta Agglomeration Brig-Visp-Naters
- Schönthal-Park als interkommunaler Entwicklungsinkubator im Ergolz-Talraum
- Grenzlandschaften im Agglomerationsraum – Lösungsansätze zur Freiraumgestaltung für kommunale Grenzgebiete im Glattal
- Agrarpark Limmattal: Vorbild für die ÖI-Umsetzung in Agglomerationslandschaften
Siedlungsraum sport- und bewegungsfreundlich planen
Im Wald joggen, biken oder spazieren, mit dem Velo zur Arbeit radeln oder auf der Quartierstrasse spielen – viele von uns treiben Sport oder bewegen sich regelmässig. Am liebsten passiert das draussen, möglichst nah am Wohnort. Dafür braucht es Wege, die vernetzt und sicher sind. Damit das gelingt, ist dieser Anspruch früh in die Siedlungsplanung einzubeziehen. Denn der Raum wird immer knapper, auch für Sport und Bewegung. Wie geht man am besten vor?
Die Modellvorhaben:
- Région Morges – territoire actif
- Les élèves bougent !
- Vive les escaliers ! Esca-Lab Fribourg et Lausanne
- Bioggio attivo da Costa a Costa
- Bewegung macht Stadt: Eine Fitness-City für Chur, Regensdorf und Zug
Regionale Ernährungssysteme nachhaltiger gestalten
Können die Nahrungsmittelproduktion, die Förderung der Artenvielfalt und der Klimaschutz ineinandergreifen? Bisher ist das noch selten der Fall. Wir möchten das ändern und Lösungen dafür entwickeln und erproben. Denn der begrenzte Raum erlaubt es nicht, Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Artenvielfalt auf getrennten Flächen zu verwirklichen - es braucht themenübergreifende Ansätze.
Die Modellvorhaben:
- Frucht-Bar Luzern-Malters: Agroforst trifft Getränkedesign
- Wädi2030: Regionalmodell Biodiversität durch Ernährung
- Développement d’une filière bio céréales-légumineuses en Valais
- Food Quartiere in der Region Basel – Ernährungsumgebungen als Schlüssel zu Klimaschutz, Biodiversität und Gesundheit
- Das Ernährungssystem Biel – Interkantonale Modellregion für nachhaltige Ernährung
Zukunft Wohnen: Den Bestand nachhaltig nutzen und transformieren
Bezahlbar, barrierefrei und schön im Alter wohnen – das ist das Bedürfnis vieler Menschen. Doch die wachsende und alternde Bevölkerung und der Klimawandel stellen uns vor grosse Herausforderungen. Wir müssen unsere Bauweise überdenken und bestehende Gebäude effizienter nutzen. Anstatt neue Flächen zu verbrauchen, sollte neuer Wohnraum vor allem in bereits genutzten Gebieten und in bestehenden Gebäuden entstehen. Wie können wir diese diese Areale und Gebäude optimal nutzen und nachhaltig umgestalten?
Die Modellvorhaben:
- Quid pro Quo: Ein Tauschmodell zur Wohnraumförderung in Pontresina
- Communes romandes : coproduire des outils pour concrétiser une densification douce et de qualité des quartiers villas. Poser les bases d’un pôle de compétences en la matière.
- Nossa Casa. Förderung von Wohnraum und Dorfentwicklung in der Surselva
- Gesund im Bestand: Bezahlbare und soziale Transformation in Bern
- Locarnese (TI) – Piano d’agglomerato per l’alloggio sostenibile: trasformare l’esistente
- SAGENMATT 7 – Postindustrielle Transformation an der Reuss
Lokale Dienstleistungsangebote mitgestalten
Wir sind ständig unterwegs – Wir pendeln zur Arbeit, fahren in die Berge, besuchen Anlässe. Die Attraktivität und Echtheit der Regionen, die wir dabei erleben, wird von Menschen vor Ort geprägt. Sie bewahren Traditionen, organisieren Veranstaltungen, setzen Geschäftsideen um und sorgen für lebendige Regionen. Was Einheimische und Besuchende lokal für Produkte und Dienstleistungen ausgeben, spielt dafür eine wichtige Rolle. Welche Chancen entstehen für die Wirtschaft vor Ort, wenn sich Menschen in ihren Quartieren, Dörfern oder Gemeinden engagieren?
Die Modellvorhaben:
- Agire ensemble : programme neuchâtelois pour une transition climatique juste
- Zukunftsfähige Nutzungen für die Gadenlandschaften im Glarnerland
- Région lausannoise : tisser des liens au sein des quartiers de demain
- Amt für Unmögliches Emmen – ungenutzte Ressourcen aktivieren
- Olivone (TI) – Campus Bleniese: aprire il Parco del Centralone
Beteiligte Bundesstellen
- Bundesamt für Raumentwicklung ARE
- Bundesamt für Strassen ASTRA
- Bundesamt für Umwelt BAFU
- Bundesamt für Gesundheit BAG
- Bundesamt für Kultur BAK
- Bundesamt für Sport BASPO
- Bundesamt für Landwirtschaft BLW
- Bundesamt für Wohnungswesen BWO
- Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
