Sachplan Fruchtfolgeflächen SP FFF

Fruchtfolgeflächen (FFF) sind die wertvollsten Landwirtschaftsflächen der Schweiz. Mit dem Sachplan FFF werden die besten Ackerflächen geschützt. Am 8. Mai 2020 hat der Bundesrat den überarbeiteten Sachplan FFF gutgeheissen.  

Foto Sachplan Fruchtfolgeflächen
© Yves Maurer

Der Kulturlandverlust und die Zersiedelung des Landes konnte durch das Raumplanungsgesetz vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700) und den Sachplan FFF aus dem Jahre 1992 nicht ausreichend eingeschränkt werden. Überdimensionierte Bauzonen und die laufende Ausdehnung der Siedlungen haben den Verlust von Böden stark ansteigen lassen. Besonders davon betroffen waren die Landwirtschaftsflächen, mitunter auch die qualitativ besten ackerbaulichen Böden, die so genannten FFF. Aufgrund ihrer Lage und Topographie sind diese Flächen sowohl gut geeignet für die Siedlungsentwicklung als auch von zentraler Bedeutung für die Ernährungssicherung in Zeiten schwerer Mangellagen. Da aufgrund der lang andauernden Bildung von Böden Schäden daran irreversibel sind, ist ein sorgsamer Umgang mit dem Kulturland, insbesondere den FFF, ein Erfordernis der heutigen Zeit.

Überarbeitung des Sachplan FFF

Ende 2015 beschloss der Bundesrat, den Sachplan FFF parallel zur zweiten Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes RPG 2 zu überarbeiten und zu stärken. Zuvor hatte die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates einen Evaluationsbericht «Sicherung landwirtschaftlichen Kulturlandes» veröffentlicht, der die Rolle des Bundes beim Schutz des landwirtschaftlichen Kulturlandes beleuchtet.

2016 wurde eine Expertengruppe vom UVEK damit beauftragt, den Sachplan einer Analyse zu unterziehen und Vorschläge zu erarbeiten, wie dieser den zukünftigen Herausforderungen begegnen mag. Diese hat den Bundesämtern für Raumentwicklung (ARE) und für Landwirtschaft (BLW) am 30. Januar 2018 ihre Empfehlungen vorgelegt, welche Basis für die Überarbeitung des Sachplans waren. Die Anhörung und öffentliche Mitwirkung zum Entwurf des überarbeiten Sachplans zog insgesamt 111 Stellungnahmen von allen Kantonen, verschiedenen Gemeinden, politischen Parteien, Verbänden und Organisationen und weiteren mit sich. Mit dem am 8. Mai 2020 vom Bundesrat verabschiedeten Sachplan FFF werden die fruchtbarsten Landwirtschaftsböden der Schweiz langfristig besser gesichert. Dieser ersetzt den Bundesratsbeschluss Sachplan FFF vom 8. April 1992.

Inhalt

Der schweizweite Mindestumfang an FFF umfasst heute 438'460 Hektaren. Jeder Kanton ist verpflichtet, ein aufgrund seiner Grösse sowie naturräumlichen und klimatischen Voraussetzungen bestimmtes Kontingent an FFF zu sichern.

Mit der Überarbeitung des Sachplans wird der Vollzug des Sachplans nun schweizweit einheitlicher geregelt. Neu werden Anforderungen betreffend der Kompensation von verbrauchten FFF gestellt und eine Kompensation bei einem Verbrauch durch Bundesvorhaben festgehalten. Im Weiteren werden die Kriterien für die Erhebung von neuen FFF und die Anrechnung von FFF bei Spezialfällen wie beispielsweise Reben oder Golfplätzen präzisiert.

Das Wissen über die Böden der Schweiz ist noch sehr lückenhaft. Der Bundesrat hat deshalb mit der Verabschiedung des Sachplans FFF die beteiligten Ämter auch beauftragt, ein Konzept für eine schweizweite Bodenkartierung auszuarbeiten. Zudem hat er auch eine langfristige Finanzierung Kompetenzzentrum Boden (KOBO) beschlossen. Damit hat er eine wichtige Voraussetzung geschaffen, dass nun schweizweit Bodeninformationen harmonisiert erhoben und zur Verfügung gestellt werden können.

 

Kontakt

Bundesamt für Raumentwicklung ARE

Sektion Siedlung und Landschaft
Martin Vinzens
CH-3003 Bern
+41 58 462 52 19

in Zusammenarbeit mit der interdepartementalen Arbeitsgruppe FFF: Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) und Bundesamt für Umwelt (BAFU)

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