Netzwerk Westfeld – Integrativer Wohn- und Lebensraum in Basel-West

Auf einem ehemaligen Basler Spitalareal entsteht das «Westfeld»: Ein genossenschaftlicher, sozial durchmischter Wohnraum mit 530 Wohnungen für 1'200 Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und -situationen. Der baulichen geht hier die soziale Architektur im Sinne eines Netzwerks voraus. So entsteht ein neues Zentrum, das die Identität, Integration und den Zusammenhalt im Quartier stärkt.  

5.2 Westfeld Stadt Basel
Auf einem ehem. Spitalareal entsteht das «Westfeld»: Genossenschaftlicher, sozial durchmischter Wohnraum für 1'200 Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen.
Quelle: ©nightnurse images, Zürich | Enzmann Fischer Partner

Das 5.3 ha grosse Areal Westfeld liegt in Grossbasel-West im dicht bevölkerten Iselinquartier, wo viele ältere Menschen und sozial Benachteiligte leben. Bisher fehlt im Quartier ein Begegnungsort, der identitätsstiftenden Charakter hat. Mit dem „Netzwerk Westfeld“ will die Baugenossenschaft wohnen&mehr aus dem ehemaligen Spitalareal, welches sie vom Kanton Basel-Stadt im Baurecht erhalten hat, ein belebtes Zentrum mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität entwickeln.

Als Frei- und Begegnungsräume für alle Generationen sind ein verkehrsfreier Quartierplatz, ein Quartiergarten, ein Treffpunkt fürs Quartier, eine Tagesstätte und Spielangebote für Kinder geplant, ebenso Co-Working-Räume, Gästewohnungen, Läden, ein Bistro und ein Fitnesscenter. Neben klassischen sind neue Wohnformen vorgesehen, beispielsweise „Cluster-Wohnungen“ für ältere Menschen, bestehend aus Kleinwohnungen mit Gemeinschaftsbereichen, und das gemeinschaftliche «Leben auf kleinem Fuss» der Baugenossenschaft LeNa. Aufgewertet wird auch der Grüngürtel rund um das Areal.

Die soziale Architektur kommt vor der Bauplanung

Seit Beginn der Arealentwicklung ist ein Netz von Akteuren aus Politik, Quartier und Privatwirtschaft am Entstehen. Damit geht die „soziale Architektur“ der baulichen voraus. Durch die frühe partizipative Planung ermitteln die Quartierorganisationen, Vereine, Baugenossenschaften und Verwaltungsstellen gemeinsam, wie künftig auf dem Westfeld gewohnt, gewirtschaftet und gelebt werden soll. Eine Art „Westfeldkonferenz“ in Form von „Runden Tischen“ fördert das verbindliche Zusammenwirken der Akteure und bezieht die Quartierbewohnerschaft mit ein.

Eine sozial nachhaltige Stadtentwicklung

Das Projekt soll aufzeigen, wie eine kooperative Planung und ein tragfähiges Netzwerk die Bauplanung im Massstab eines Quartiers vorspuren und ein Wohn- und Lebensumfeld entstehen kann, das unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen nicht nur auf baulicher Ebene angeht. So unterstützt das Projekt gerade die Lebensqualität und Gesundheit der älteren Generation und sozial Benachteiligter, indem es zu Alltagsbewältigung, Autonomieerhalt und sozialer Teilhabe beiträgt. Dies entspricht einer sozial nachhaltigen, ressourcenschonenden Stadtentwicklung.  

Letzte Änderung 06.04.2020

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Kontakt

Baugenossenschaft wohnen&mehr

Samira De Bortoli

+41 61 261 07 04

 

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