Altersfreundliche Investitionen: Immobilien und Räume für ein längeres Leben (TI/GR)

Wie altersfreundlich ist das städtische Umfeld unserer Immobilien? Wo steckt Potenzial für nachhaltige Investitionen, die den Bedürfnissen der längerlebigen Gesellschaft entsprechen? Das will die Tessiner Stiftung für die 2. Säule (FTP) mit einer Analyse ermitteln und führt dazu einen Dialog mit den Kantonen, Gemeinden, relevanten Akteuren und ihren Mieter/-innen.  

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Dieses Modellvorhaben sucht unter anderem Antworten auf die Frage, wie altersfreundlich das städtische Umfeld unserer Immobilien ist.
Quelle: Marcello Martinoni

Mit der steigenden Lebenserwartung ändern sich die Wohnbedürfnisse. Faktoren wie zentrale Lage, verfügbare Dienstleistungen, Nähe zum sozialen Netzwerk und altersgerechte, gute Lebensqualität werden immer wichtiger. Auch die FTP ist mit einer Alterung der Mieter/-innen sowie ihres Immobilienbestands konfrontiert und stellt das «Wohnen für ältere Menschen» in den Mittelpunkt ihrer Immobilienentwicklungsstrategie. Es werden drei bis fünf Gebäude im FTP-Immobilienpark ausgewählt, die renovationsbedürftig sind, sich als «seniorenfreundliche» Gebäude eignen und sich ausserdem durch ihren räumlichen Kontext unterscheiden.

Ältere Menschen als Akteure im Planungsprozess

Bei der Analyse der Gebäude und des Wohnumfelds werden auch wissenschaftliche Daten zur Altersforschung berücksichtigt (z. B. Auswirkungen der Demografie auf das Versicherungs- und Pflegesystem, auf die Beziehung zwischen den Generationen). In allen Phasen der Projektentwicklung werden die Gemeinden, die Interessenvertreter/-innen, Quartierbewohner/-innen und älteren Mieter/-innen sowie alle Akteure, die in den Bereichen «Aktives Altern zu Hause» tätig sind, in die partizipative Planung einbezogen und für die spezifischen Bedürfnisse von Senior/-innen sensibilisiert.

Nachhaltige Investitionen, die den Bedürfnissen entsprechen

Die Bedürfnisse der Bewohner/-innen bezüglich Dienstleistungen, Wohnen und Mobilität werden ermittelt und konkrete Massnahmen definiert, um die Lebensqualität, das Zusammenleben der Generationen und bedarfsgerechten Wohnraum im städtischen Umfeld zu fördern. Für die Renovation der Gebäude werden zum Abschluss des Projektes gestalterische Richtlinien entwickelt. Auf Kantons- und Gemeindeebene stärkt die partizipative Planung die Zusammenarbeit der Bereiche Wohnungsbau, Stadtplanung der öffentlichen Räume und Sozialdienste. Mit den Erkenntnissen aus dem partizipativen Prozess verfügt die FTP über eine Grundlage, auf der sie sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Investitionen in Immobilien tätigen kann.

Letzte Änderung 06.04.2020

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Kontakt

Fondazione Ticinese per il secondo Pilastro

Marcello Martinoni

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