Milvignes (NE): vereint seine drei Kerne dauerhaft

Der Gemeindezusammenschluss Milvignes kämpft mit einem Problem, das viele Gemeinden und Städte gut kennen: Das ÖV-Angebot ist zwar gut, umweltfreundliche Mobilitätsangebote werden dennoch nur zögerlich angenommen. Ein gezielter Einbezug der Betroffenen und Sensibilisierung sollen dazu beitragen, dass sich das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung wirksam ändert.

4.7 Milvignes
Durch gezielten Einbezug und Sensibilisierung der betroffenen Personen will die Gemeinde Milvignes eine spürbare Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Bevölkerung herbeiführen. Zu diesem Zweck will sie zusammen mit der Vereinigung Ecoparc einen gross angelegten partizipativen Prozess durchführen.
Quelle: Gemeinde Milvignes

Milvignes (NE) ist 2013 aus der Fusion dreier Gemeinden hervorgegangen und verfügt über ein gutes öffentliches Verkehrsangebot. Trotzdem nutzen die rund 9000 Einwohnerinnen und Einwohner im Alltag hauptsächlich ihr eigenes Auto. Um zu verstehen, was den Um-stieg auf umweltfreundliche Mobilitätsformen hemmt, muss die Bevölkerung einbezogen werden. Die gemeinsame Arbeit im Rahmen dieses Projekts soll überdies die Beziehungen zwischen den drei Dörfern der Gemeinde stärken.

Bedürfnisse besser verstehen, um Anreize für eine umweltverträgliche Mobilität zu schaffen

Die Gemeinde wird alle betroffenen Akteure – Bürgerinnen und Bürger, Kinder, Verkehrsteilnehmende, Gewerbetreibende, Weinbauern, örtliche Vereine usw. – zu Workshops einladen, um mit ihnen die Mobilitätsbedürfnisse und die Hindernisse für den Langsamverkehr zu erörtern. Parallel dazu wird die breite Öffentlichkeit für Möglichkeiten sensibilisiert, wie sie ihr Mobilitätsverhalten ändern und beispielsweise ohne Weiteres auf Auto-fahrten verzichten kann. Die Auswirkungen dieser Verhaltensänderungen sollen nachvoll-ziehbar mit pädagogischen Hilfsmitteln aufgezeigt werden.

Die Ergebnisse der partizipativen Prozesse sollen mit dem künftigen Nutzungsplan, der gegenwärtig erarbeitet wird, verknüpft werden. Dieser sieht die Schaffung neuer Langsamverkehrsachsen sowie von Begegnungsräumen vor. Bereits im Vorfeld soll das Modell-vorhaben Lösungen ausloten, die über räumlich-technische Ansätze hinausgehen und wirksame Impulse für eine Änderung des Mobilitätsverhaltens setzen können.

Positive Wirkungen auf unterschiedlichen Ebenen erwartet

Das Projekt muss auf ganz unterschiedlichen Ebenen zu Ergebnissen führen: Nebst alltagstauglichen Alternativen zum Auto braucht es bewegungsfördernde Angebote, die auch dem lokalen Gewerbe (besonders dem Weinbau) und dem Tourismus zugutekommen. Beispiele dafür sind Wanderwege sowie Sportmöglichkeiten in den Rebbergen und am Seeufer. Weiter soll der öffentliche Raum vom Verkehr befreit werden und künftig für Begegnungen genutzt werden können. Und schliesslich muss die Sicherheit von Fussgängerinnen und Fussgängern sowie von Velofahrenden verbessert werden. Auf diese Weise werden die Partnerschaften zwischen den verschiedenen Akteuren der drei Dörfer im Gemeindegebiet gesamthaft gestärkt.
 

Letzte Änderung 04.05.2020

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Kontakt

Commission PAL de la Commune de Milvignes

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