Siedlungen, die kurze Wege, Bewegung und Begegnung fördern

Die acht Projekte befassen sich mit der Frage, wie neue oder bestehende Siedlungsgebiete (Quartiere, Gemeinden) geplant beziehungsweise weiterentwickelt werden können, damit Bewohner/innen alltägliche Bedürfnisse zu Fuss erledigen können. Dabei rücken auch Bewegung, Sport, soziale Kontakte, Naturerlebnisse und Biodiversität in den Blick.

Modellvorhaben

Fussverbindungen: Alltagswissen und -wege vernetzen in der Region Frauenfeld (TG)

Fussverbindungen und Wegnetze spielen in der Planung oft eine untergeordnete Rolle. Die Regio Frauenfeld wird exemplarisch in drei Gemeinden aufzeigen, wie alte Fusswege wieder zu neuem Leben erweckt und vernetzt werden können. Das Alltagswissen der Bevölkerung spielt dabei eine grosse Rolle. Wegverbindungen erfüllen bereits heute wichtige Funktionen. Deren Bedeutung steigt mit den Herausforderungen der Innenentwicklung.

Hohrainli, Kloten (ZH): Qualitätsvolle Verdichtung vom Aussenraum her entwickeln

Mit der zunehmenden baulichen Entwicklung nach innen gewinnen Freiräume im Wohnumfeld von Agglomerationsgemeinden und Quartieren schweizweit an Bedeutung. Das Modellvorhaben wird am Beispiel des Klotener Quartiers «Hohrainli» aufzeigen, wie künftig Aussenräume zu entwickeln sind, bevor verdichtet wird. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Engagement der Bewohnerschaft vor Ort.

Terre de Pedemonte (TI): Quartierstrassen werden Nachbarschaftsräume

In ausgedehnten Wohngebieten sind Gemeindestrassen meist Anschluss- und Verbindungsstrassen zu den städtischen Agglomerationen. Sie sind stark vom motorisierten Verkehr dominiert und laden als Asphaltflächen nicht zum Aufenthalt ein. Mit dem Beispiel des Quartiers Verscio (TI) soll das Vorhaben die Qualität der Strassenräume in Frage stellen und raumplanerische Lösungen aufzeigen, die dank privat-öffentlicher Partnerschaften Begegnung und Bewegung im Quartier fördern.

Stadtzentren stärken: Verkehrsentlastung im «Jurabogen» (BE, JU, NE und VD)

Wie können wir Stadtzentren vom täglichen Pendlerverkehr entlasten? Und wie können wir die lokale Wirtschaft und öffentliche Räume an diesen Orten wiederbeleben? Die Erfahrungen von fünf Pilotgemeinden des Städtenetzwerks «Jurabogen» sollen Antworten liefern und aufzeigen, wie es gelingt, die Attraktivität von Stadtzentren wieder zu stärken.

Begegnungszonen: Potenziale vor der Haustür besser nutzen in Bern und Zürich

In Bern und Zürich soll das Potenzial von Begegnungszonen noch besser ausgeschöpft werden. Um die Lebensqualität in Städten zu steigern, soll dieser bisher noch wenig genutzte Strassenraum aktiv belebt werden. Die Kinder nehmen in diesem Projekt eine Schlüsselrolle ein. Auch der neuartige Dialog zwischen den drei Disziplinen Verkehrsplanung, Gestaltung und Soziokultur ist eine Besonderheit dieses Vorhabens.

Wohn- und Freiraumansprüche ausloten: Entwicklungsgebiet Stettenfeld, Riehen (BS)

Das Stettenfeld ist das bedeutendste Entwicklungsgebiet der Gemeinde Riehen (BS).
Auf dem 18 ha grossen Areal soll ein attraktives, familienfreundliches und nachhaltiges Wohnquartier entstehen, das kurze Wege, Bewegung und Begegnung ermöglicht. In einem partizipativen Planungsprozess wird das Quartier schrittweise entwickelt und die unterschiedlichen Ansprüche der Interessengruppen ausgelotet.

Milvignes (NE): vereint seine drei Kerne dauerhaft

Der Gemeindezusammenschluss Milvignes kämpft mit einem Problem, das viele Gemeinden und Städte gut kennen: Das ÖV-Angebot ist zwar gut, umweltfreundliche Mobilitätsangebote werden dennoch nur zögerlich angenommen. Ein gezielter Einbezug der Betroffenen und Sensibilisierung sollen dazu beitragen, dass sich das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung wirksam ändert.

Yverdon-les-Bains (VD): Stadtoasen für alle, in fünf Minuten erreichbar

Das Modellvorhaben soll allen Einwohner/-innen der Stadt angenehme, begrünte und sichere Aussenräume zur Verfügung stehen, die sie in weniger als fünf Minuten erreichen können. Ziel ist es, Lebensumfeld und Volksgesundheit verbessern. Der Stadt Yverdon-les-Bains (VD) fehlen heute attraktive öffentliche Aussenräume insbesondere in den einzelnen Quartieren.

Letzte Änderung 15.06.2020

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