Zusammenarbeit auf grossregionaler Ebene

Die Bundesstellen haben fünf Modellvorhaben unterstützt, welche auf die Verbesserung der Kooperation und Zusammenarbeit auf grossregionaler Ebene in Städtenetzen und Metropolitanräumen ausgerichtet waren. Und die Ergebnisse lassen sich sehen: Die Modellvorhaben haben Kooperationsprozesse ausgelöst, deblockiert oder beschleunigt und haben dadurch massgebend dazu beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen den relevanten Akteuren zu verbessern.

In der Schweiz spielt sich das Leben zunehmend in Räumen ab, deren Grenzen nicht mehr mit den historisch gewachsenen, administrativen Grenzen übereinstimmen. Diese Handlungsräume, in denen Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur eng verflochten sind, gewinnen an Bedeutung und sollen laut Raumkonzept Schweiz gefördert werden. Das Anpacken grenzüberschreitender Themen und Probleme in solchen funktionalen Räumen erfordert dabei neue Formen der Organisation und Zusammenarbeit. Aus diesem Grund wurde das Thema «Zusammenarbeit auf grossregionaler Ebene» als einer von neun Themenschwerpunkten für die Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung ausgewählt.

Ziel der Projekte war die Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb grossregionaler Handlungsräume; seien diese grossstädtisch geprägt, wie der Metropolitanraum Zürich, der trinationale Metropolitanraum Basel und die Hauptstadtregion Schweiz, oder klein- und mittelstädtisch geprägt, wie der Jurabogen und das Aareland. Dabei haben die Modellvorhaben viel dazu beigetragen, die Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Raum, über Gemeinde-, Kantons- oder auch über Landesgrenzen hinweg, zu stärken. Basis dazu war die Erkenntnis, dass die Zusammenarbeit in funktionalen Räumen über administrative Grenzen hinweg von zentraler Bedeutung ist. Dabei sind die gemachten Erfahrungen zum Vorgehen in allgemeiner Form auch auf andere, ähnlich gelagerte Handlungsräume übertragbar.

Modellvorhaben

Das Städtenetz des Jurabogens besteht aus 17 Städten und Gemeinden aus den Kantonen Bern, Waadt, Neuenburg und Jura (Bild: Chasseral).

RVAJ – Städtenetz des Jurabogens

Das Städtenetz des Jurabogens – ein interkantonaler Verbund von 17 Städten und Gemeinden – hat mit dem Modellvorhaben neuen Schwung erhalten.

Von 2010 bis 2020 findet im Dreiländereck die grenzüberschreitende Internationale Bauausstellung Basel (IBA) statt.

IBA Basel 2020: Lancierungsphase

Mit der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden im Metropolitanraum Basel weiter gestärkt.

Die Hauptstadtregion Schweiz umfasst Teilgebiete der Kantone Bern, Freiburg, Wallis, Neuenburg und Solothurn.

Hauptstadtregion Schweiz

Dank sanftem Druck auf die Bundespolitik hat die kantonsübergreifende Region rund um Bern den neu geschaffenen Status «Hauptstadtregion» erlangt. Sie wurde damit im Raumkonzept Schweiz in die Kategorie «grossstädtisch geprägte Handlungsräume» aufgenommen.

Die Regionalorganisationen Planungsverband Region Aarau (PRA), Olten-Gäsgau-Gäu (OGG) und zofingenregio sind Mitglieder des Vereins Aareland.

Organisationsstruktur im AareLand

Zuerst waren es nur informelle Treffen der Stadtpräsidenten, dann regelmässige Zusammenkünfte der Regionalplanungsverbände und schliesslich eine formelle Absichtserklärung – die Zusammenarbeit im AareLand wird immer enger.

Der Verein Metropolitanraum Zürich besteht derzeit aus 117 Vollmitgliedern sowie 12 assoziierten Mitgliedern.

Metropolitankonferenz Zürich

Im Wirtschaftsraum Zürich wurden bereits vielfältige Formen der Zusammenarbeit entwickelt. Doch bisher fehlte eine verbindliche Strategie für die Zusammenarbeit auf grossregionaler Ebene. Mit der Gründung des Vereins Metropolitanraum Zürich wurde diese Schwachstelle überwunden.

Kontakt

Bundesamt für Raumentwicklung ARE

+41 58 462 40 64

3003 Bern

 

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

3003 Bern

+41 58 462 28 73

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